Barrierefreiheit in der Altstadt 

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Maik Schumacher und Sarah Loch vom Altstadtbüro stellten sich den Fragen zum Thema Barrierefreiheit.

Lüdenscheid - „Wissen Sie überhaupt, was Barrierefreiheit bedeutet?“, mit dieser Frage eröffnete Monika Schwanz, Vorsitzende der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung, am Donnerstag die Sitzung.

Gerichtet war diese Frage an die Gäste Maik Schumacher und Sarah Loch vom Altstadtbüro. Der Altstadttag am 13. Mai fand im Gemeindezentrum der Erlöserkirche statt. War aber aufgrund des Pflasters in der Altstadt nicht für Jedermann zugänglich. Doch daraus scheinen die Mitarbeiter des Altstadtbüros gelernt zu haben: Die kommenden Veranstaltungen zur Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes der Altstadt finden im Rathaus statt – am 23. Mai und 13. Juni. 

Doch damit ist das Thema Barrierefreiheit in der Altstadt noch nicht vom Tisch. Schwanz erinnert sich an eine Überlegung, die es mal gab. Ein Teppich sollte damals verlegt werden. „Da ist aber nichts passiert. Der Teppich ist jetzt aber auch wieder vom Tisch“, sagt sie. 

Schumacher erwähnte am Donnerstagabend eine weitere Überlegung: Man könne Streifen in das Pflaster einlassen und so den Zugang zu Gebäudeingängen durch Niveauangleichung ermöglichen. Doch das könnte seinen Angaben nach alles in der entsprechenden Arbeitsgruppe thematisiert werden. 

„Erreichbarkeit, Mobilität und Abbau von Barrieren“ nennt sich diese öffentliche Gruppe, die Ideen zur konkreten Umsetzung entwickeln soll. Ein Punkt in dem Handlungskonzept sei die Wilhelmstraße. „Da muss ein Pflaster geschaffen werden, dass nicht mehr rutschig und holprig ist“, erklärt Loch. Henning Schwartz vom Verein Leben mit Usher-Syndrom regte außerdem ein flächendeckend freies Wlan an. 

Am Ende sind sich alle mehr oder weniger einig, was das Thema Altstadt betrifft: „Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderung“, sagt Schwanz. Auch Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Stock bräuchten einen ebenen Boden. Die Mitarbeiter des Altstadtbüros stimmen zu, denn die Erfahrung haben sie selbst bereits gemacht.

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