Theissen-Nachfolge und Aktienverkauf

Die Vorstellung der Nachfolgerin beziehungsweise des Nachfolgers von Wolff-Dieter Theissen im Verwaltungsvorstand und anstehende Anteilsverkäufe der Enervie stehen Anfang Mai noch auf dem Programm für die Lokalpolitik.

Lüdenscheid - Die Vorstellung der Nachfolgerin beziehungsweise des Nachfolgers von Wolff-Dieter Theissen im Verwaltungsvorstand und anstehende Anteilsverkäufe der Enervie stehen Anfang Mai noch auf dem Programm für die Lokalpolitik.

Am Mittwoch 5. Mai, tagt bereits um 15 Uhr nicht öffentlich der Hauptausschuss. Acht Kandidaten sind LN-Informationen zufolge eingeladen, die sich dem Ausschuss vorstellen. Der Erste Beigeordnete, Leiter des Fachbereichs Soziale Hilfen und Bürgerservice wechselt bekanntlich mit Erreichen der Altersgrenze im August dieses Jahres in den Ruhestand. Zu seinen Aufgabenfeldern zählen Recht, Sicherheit und Ordnung, Bürgeramt und Standesamt und die städtischen Angebote der Kultur.

Vorschlagsrecht bei der CDU

Das Vorschlagsrecht für die Vergabe dieser Schlüsselposition im Rathaus liegt bei der CDU. Entschieden wird an jenem Mittwoch in dieser Hinsicht nocht nicht. Dafür ist der Rat zuständig, der am 19. Mai zum letzten Mal in dieser Legislaturperiode zusammentritt.

Um viel Geld, das die Stadt Lüdenscheid ohnehin nicht hat, geht es in einer außerplanmäßigen Ratssitzung ab etwa 18 Uhr. Die Stadt Lüdenscheid mus sich als Anteilseigner des regionalen Energieversorgers Enervie erklären, ob sie ein weiteres dickes Aktienpaket hinzukaufen möchte. Bereits jetzt ist Lüdenscheid mit 24,12 Prozent an Enervie beteiligt, Hagen hält 42,66 Prozent.

Millionenpaket von Enervie

Dabei geht es um die Anteile, die der RWE-Konzern bislang an Enervie hielt: 19,06 Prozent. Und RWE braucht das Geld nach einem Riesenverlust von 2,8 Milliarden Euro, weil der Kraftwerkspark angesichts des subventionierten Öko-Stroms nicht mehr rentierlich arbeitet.

Für die 19,06 Prozent gibt es einen Interessenten, den großen Entsorger Remondis, doch die zehn beteiligten Kommunen verfügen über ein Vorkaufsrecht. Von Interesse ist allerdings das rund 60 Millionen Euro schwere Akteinbündel für die Städte und Gemeinden nicht. Zum einen sind sie selbst finanziell erheblich unter Druck, zum anderen erwirtschaftet Enervie zurzeit kein Geld – weil es mit demselben Problem kämpft wie RWE. Allenfalls für Hagen als größten Anteilseigner könnte die Ausweitung des Anteils aus steuerlichen Gründen von Interesse sein, sagen Insider, doch gerade Hagen ist mehr als klamm. - flo

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