Landesweiter Warntag

Nicht erschrecken! Gleich heulen fast überall im MK wieder die Sirenen

Sirenen-Alarm im MK - in einer Stadt bleiben sie (noch) stumm

Lüdenscheid - Wenn beim zweiten landesweiten Warntag in NRW am heutigen Donnerstag ab 10 Uhr rund 150 Sirenen im Märkischen Kreis heulen, bleibt es in einer Stadt wie schon im vergangenen Jahr ruhig.

Der Grund: Lüdenscheid ist nach wie vor sirenenlos. Vor zwei Jahren war im Bau- und Verkehrsausschuss eine erste Übersicht für den Aufbau eines digitalen Sirenennetzes in Lüdenscheid vorgestellt worden.

Der Auftrag für die Installation von insgesamt 29 Sirenen im Stadtgebiet ist nach Abschluss der Ausschreibung inzwischen auch erteilt. Die Installation der neuen Sirenen beginnt aber erst im kommenden Jahr, weil die beauftragte Sirenenfachbaufirma für dieses Jahr bereits ausgebucht ist. Das teilt die Pressestelle der Stadt auf Anfrage der Redaktion mit.

Im Rahmen der Vorarbeiten werde die Firma aber noch vor dem Jahreswechsel damit beginnen, die Maße an den geplanten Standorten zu nehmen. Auch die Vorproduktion der Sirenen werde bereits begonnen. Von den 29 Standorten, an denen die Sirenen aufgebaut werden sollen, befinden sich neun nicht im städtischen Besitz.

Beispiel Aachen: So klingen Entwarnung und Warnsignal

Dabei handelt es sich um das Klinikum, Gebäude des Märkischen Kreises und auch Firmen. Privathaushalte befinden sich nicht unter den geplanten Standorten. In fünf Fällen werden für die neuen Sirenen eigens Masten auf Grünflächen errichtet. Für die Planung und den Aufbau des digitalen Sirenennetzes sind rund 400.000 Euro veranschlagt, 67.000 Euro stammen aus NRW-Mitteln.

Zeitplan: So läuft der Warntag konkret ab

  • Um 10.00 Uhr wird das erste Signal ausgelöst: ein einminütiger Dauerton, der im Ernstfall "Entwarnung" bedeutet. 
  • Danach folgt eine fünfminütige Pause.
  • Anschließend ist ab 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. 
  • Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 10.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Was passiert eigentlich im Ernstfall?

  • Die Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten.
  • Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk sowie über die Warn-App "Nina" Informationen und Verhaltenshinweise gegeben.
  • Die Notrufnummern 110 und 112 sind nur in Notfällen zu wählen.

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