Singender Bürgermeister erobert die Bühne

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Die Aktiven des Tanzcorps Blau Weiß Neye begeisterten das Publikum.

RÖNSAHL/WIPPERFÜRTH ▪ Da stimmt sogar der Bürgermeister ein Lied an: Als Stadtoberhaupt Michael von Rekowski, in seiner Eigenschaft als Bürgermeister in Wipperfürths kleinem Vorort Ohl gern gesehen, seine Pflichtaufgabe erledigt hatte, zeigte der redegewandte Kommunalpolitiker, was in ihm steckt.

Als er mit wohlgeformter Stimme auf der Bühne den einen oder anderen Karnevalsschlager anstimmte, hielt es niemanden auf den Sitzen und alle machten fröhlich mit.

Abermals als absoluter Publikumsmagnet erwies sich die traditionelle Karnevalsveranstaltung des Quartettvereins Klaswipper, die am Samstagabend in bewährter Weise im „Ohler Gürzenich“ über die Bühne ging. Alles, was Rang und Namen hatte – darunter auch viele Kiersper und Rönsahler – zollte „König Karneval“ Tribut, so wie das in jedem Jahr der Fall ist. Denn dass man im rheinisch-westfälischen Grenzgebiet durchaus zünftig zu feiern versteht, das wussten die zahlreichen Karnevalsjecken wieder einmal eindrucksvoll zu bestätigen, als der Quartettverein zu seinem großen karnevalistischen Abend geladen hatte.

Karneval beim Quartettverein – das ist seit vielen Jahren gleichzusetzen mit einem abendfüllenden Programm, jeder Menge an Frohsinn und guter Laune und einem bunt gemixten Programm aus Artistik, unterhaltsamen Gags und – natürlich – jeder Menge an Musik. Schnell zeigte sich, dass die muntere Truppe um ihren Vereinsvorsitzenden Arthur Raspe, der auch an diesem Abend in die Zügel in der Hand hielt und in bewährter Weise durchs Programm führte, auch diesmal den Geschmack der feierfreudigen Gäste getroffen hatte. Die nämlich freuten sich zu Recht darüber, dass der größte Teil des mehr als dreieinhalbstündigen Bühnenprogramms wiederum „hausgemacht“ war.

Gleich zum Programmauftakt sorgte die jugendliche Truppe des Tanzsportclubs Lindlar unter Leitung von Liesel Schüttler für erste Beifallsstürme, was später dann in gleicher Weise auch für die Aktiven des Tanzcorps Blau Weiß Neye und deren artistische Show- und Gardetänze galt. In der Folgezeit jagte ein Höhepunkt den nächsten. So beispielsweise, als die „Wipperströmer“, nämlich Wolfgang Dörseln, Heinz Jürgen Standhaft, Roman Kutscher, Uwe Esser und Arthur Raspe eine Auswahl der bekanntesten Hits vom „Kölner Karnevalshimmel“ zum Besten gaben. Begeisterung auch, als das Ohler Hofballett in Gestalt von Otto Finkhäuser, Klaus Helmke, Roman Kutscher, Richard Ignasiak, Axel Reinholz und Dieter Raspe mit ihrem tapsig-grazilen Männerballett die Lachmuskeln der Zuschauer arg strapazierten.

Wie unverzichtbar wichtig für ein funktionierendes Vereinsleben – und einen gelungenen Galaabend unter dem Zepter von König Karneval im „Ohler Gürzenich“ – die Frauen und Töchter der Sänger sind, zeigte sich auch an diesem Abend. Einmal mehr gehörten die witzig-spritzigen Ideen und gekonnten Showeffekte, die die „Mixed Generation“ auf die Bühne zauberte, zu den absoluten Höhepunkten im Programmablauf.

Mit ihren munteren Sketchen und Parodien auf zeitnahe Themen ernteten Petra Raspe, Waltraud Lübs, Liane und Julia Standhaft, Karin Finkhäuser, Bibi und Doris Dörseln, Helmtrud Wippermann, Martina Potthoff, Lisa Esser, Dani Kutscher und Simone Beuer jede Menge Beifall. Gleiches galt auch für Frank Wedding, der sich als „En Oberberger“ so manchen humorvollen Seitenhieb auf die ach so unbedarften „Kongolesen aus dem Märkischen“ nicht verkneifen konnte und später auch für Wolfgang Dörseln, der als Parodist in die Bütt stieg. Spätestens beim Einmarsch der „Narrenzunft Neye“, des Wipperfürther Karnevalsvereins mit Elferrat und Hofstaat sowie Prinz Robert II, Bauer Wolfgang und Jungfrau Helmi an der Spitze, erreichte die Stimmung im Saal ihren Höhepunkt, und das sollte auch noch bis spät in den Abend so bleiben ▪ Cr.-

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