Sahnestücke aus dem Hornrepertoire

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Simon Breyer spielte Horn beim Meisterkonzert im Kulturhaus.

Lüdenscheid – Eine Fülle kurzer Werke für Horn und Klavier hatten am Sonntag die beiden Musiker Simon Breyer (Horn) und James Duddle (Klavier) mit in den Theatersaal des Kulturhauses gebracht. Unter dem Motto „Das Horn – Stimme der Romantik“ brachten die beiden Musiker im Rahmen der Reihe „Meisterkonzert“ vor rund hundert Zuhörern Werke in kleiner Form von neun verschiedenen Komponisten zu Gehör, die die große Bandbreite der Kompositionen für dieses Instrument dokumentierte.

Meist spielten die beiden Musiker gemeinsam. Das Adagio und Allegro in As-Dur op 70 von Robert Schumann eröffnete den Abend. Die beiden Sätze bestechen durch besonders anspruchsvolle Hornparts, die das Instrument eindrucksvoll zur Geltung bringen.

Die Nocturne von Frédéric Chopin, ausschließlich auf dem Klavier gespielt, wurde anders, als im Programm angegeben, in den zweiten Konzertteil verschoben, wo sie in den Händen von James Duddle elegant und akzentuiert die Zuhörer verzauberte. In der ersten Konzerthälfte unternahmen die beiden Musiker stattdessen einen Ausflug in die Hochromantik mit Reinhold Glières „Romance op. 35, Intermezzo (Nr. 11) und Nocturne (Nr. 10)“. Die beiden stimmungsvollen Sätze der insgesamt aus elf Werken bestehenden Sammlung wurden ursprünglich für Waldhorn und Klavier geschrieben und bestachen vor allem durch die von Simon Breyer intensiv umgesetzten Horn-Parts.

Bevor es nach der Interpretation des Werkes „Pièce pour Quentin“ in die Pause ging, schob Simon Breyer zwei Sätze (Quattro Pezzi) eines modernen, avantgardistischen Werkes für Horn solo ein, welches nicht im Programm verzeichnet war und zu jenen Stücken gehörte, die Musiker zwar gern spielen, die beim Publikum jedoch nicht selten eher auf geteiltes Echo stoßen.

Träumerisch, romantisch und mit zunehmender Dramatik präsentierten die beiden Musiker nach der Pause die „Romance en mi majeur, op. 67“ von Camille Saint-Saëns, die manch Zuhörer nach den Ausflügen in modernere Gefilde wohl wieder versöhnlich stimmte. Das Stück gehört zu Saint-Saëns rund 300 Instrumentalwerken. Von dem zeitgenössischen Komponisten Volker David Kirchner brachte das Duo das minimalistische und andächtige „Lamento d’Orfeo“ zu Gehör, bevor die beiden Musiker mit der „Rêverie, op. 24“ von Alexander Glasunow und der „Villanelle“ von Paul Dukas, dessen Werke den Geist von Richard Wagner und César Franck atmen, melodische Schlusspunkte setzten.

Letzteres Werk stellte als Bravourstück im Hornrepertoire die Krönung de

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