Räuberschmaus in der Stadtbücherei

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Mitmachen war angesagt in der Stadtbücherei.

Lüdenscheid - Die Grundschule in Gevelndorf hat sich nach dem berühmten Kinderbuchautor und Grundschullehrer Otfried Preußler benannt. Aus diesem Anlass fand eine szenische Lesung der Berliner Leseagentur „Eventilator“ im Saal der Stadtbücherei statt, an der die Kinder der 2., 3. und 4. Klassen teilnehmen konnten.

Die Schülerinnen und Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die Lesung mit der Schauspielerin Silvia Freund kam somit an diesem Vormittag zwei Mal zur Aufführung. Das Ehepaar Dr. Arnhild Scholten und Rolf Scholten, die bei den beiden Lesungen anwesend waren, hatten die Veranstaltung über eine Stiftung der Sparkasse Lüdenscheid zur Leseförderung finanziert. Nahezu alle Kinder- und Jugendbücher von Otfried Preußler wurden zu Bestsellern. Mit ihrem lebendigen Vortrag, bei dem sie die Kinder immer wieder dazu animierte, Szenen nachzuspielen, deckte Silvia Freund nach der Begrüßung durch den Schulleiter der Otfried-Preußler-Schule, Volker Hebeler, die meisten der bekannten Preußler-Bücher ab.

Im Anschluss an das Lied „Die Erde dreht sich“ startete sie mit dem eher weniger bekannten Preußler-Buch „Die Abenteuer des starken Wanda“, das sich um einen Faulpelz dreht, der sich zu einem selbstbewussten Menschen entwickelt und am Ende sogar erfolgreich gegen ein Ungeheuer antritt. Das Buch verwebt zahlreiche Sagenmotive.

Deutlich bekannter sind jedoch die zahlreichen kleinen Wesen, die Otfried Preußler erschuf, sprich „Der kleine Wassermann“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“. Aus allen diesen berühmten Werken spielte Silvia Freund Szenen nach, verriet dabei aber nicht alles, so dass es für die Kinder durchaus spannend blieb, nach der Vorstellung noch einmal zum Buch zu greifen und die Geschichten nachzulesen.

Viele der Kinder kannten sich allerdings in den Büchern längst sehr gut aus – ein Zeichen dafür, dass die Werke des Autors auch nach vielen Jahrzehnten noch immer beliebt und populär sind. Der kleine Wassermann, der keine trockenen Füße bekommen darf, die kleine Hexe, die sich verbotener Weise zur Walpurgisnacht auf den Bloxberg schleicht oder das kleine Gespenst, das nur einmal am Tag aufwachen möchte und nicht nicht immer nur nachts sind so originell gezeichnete Figuren, dass sie noch immer die Kinderherzen erobern können. Gleiches gilt natürlich auch für den Räuber Hotzenplotz, ein unangenehmer Zeitgenosse, der der Großmutter einfach ihre geliebte Kaffeemühle klaut. Hier konnten sich einige der Kinder selbst auf der Bühne als Darsteller versuchen und in die Rollen von Großmutter, Hotzenplotz, Kasper und Seppel schlüpfen.

Am Ende servierte Silvia Freund den Kindern, die sich augenscheinlich gut unterhalten fühlten, noch einen „Räuberschmaus“ auf der Bühne in Form von Sonnenblumenkernen. -  bot

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