Brand an der Elbinger Straße

Beißender Rauch in Kellerräumen

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Thomas und Silke Koehl mussten ihre Wohnung an der Königsberger Straße 19 verlassen und kamen zwischendurch in der Turnhalle der Wehberger Schule unter.

Lüdenscheid - Kurz nach 1 Uhr werden Silke und Thomas Koehl von einem beißenden Rauch wach, der trotz geschlossener Fenster in ihr Schlafzimmer dringt. Schon kurz drauf machen gleich in der Nähe Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei die Nacht zum Tag.

Von Martin Messy

Der Brand des Lasters an der Elbinger Straße wirkt sich bis in den Keller der Koehls an der Königsberger Straße 19 aus.

„Dort lag brauner Rauch über dem sonst grauen Fußboden. Der Qualm stieg aber nicht nach oben, sondern blieb unten“, schildert Thomas Koehl. Außerdem habe es gleich zu Beginn des Feuers einen Knall gegeben, fügt seine Frau Silke hinzu. Kurz vor acht Uhr habe es dann sturmgeklingelt. Gemeinsam mit weiteren Bewohnern des Hauses werden sie zur Turnhalle der Grundschule Wehberg gebracht, wo Einsatzkräfte der Malteser, Johanniter und des DRK aus dem Märkischen Kreis bereits die Turnhalle als Ausweichquartier hergerichtet haben. Liegen, Matten, Bänke und Tische sind auf der gesamten Fläche verteilt.

Susanne Florian und Kevin Schneider von den Maltesern aus Menden sind gemeinsam mit weiteren Kollegen für die Verpflegung zuständig. Belegte Brötchen gibt’s, Müsliriegel, Getränke und auch Säuglingsnahrung. Draußen ist die Suppenküche aufgebaut. Hühnersuppe ist bestellt. Neben dem Ehepaar Koehl sind noch weitere Nachbarn in der Halle und sitzen an einem Tisch zusammen. Die Notfallseelsorger Brigitte Kölling und Stefan Hegerich sind vor Ort und sprechen sie an: „Aber da herrscht offensichtlich eine gute Nachbarschaft“, stellt Brigitte Kölling fest. Die Kinder der Grundschule Wehberg müssen ihre Pause neben dem Schulgebäude auf der Wiese verbringen. Fahrzeuge der Hilfsorganisationen blockieren den Schulhof, was natürlich auch bei den Mädchen und Jungen für große Aufregung sorgt. Zwischendurch ist auch Peter Welter vom Amt für Zentrale Gebäudewirtschaft vor Ort. Die Stadt war gefragt worden, ob die Turnhalle als Ausweichquartier genutzt werden kann. Welter bittet den Hausmeister, die Heizung in der Halle höher zu drehen.

Gegen 15 Uhr können alle wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Helfer räumen die Halle und ziehen ab.

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