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Silbergtrasse: Gefahr durch Überholmanöver

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Von: Olaf Moos

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Autos auf mehrspuriger Straße
Für Linksabbieger, die von der L561 in Richtung Gasmert wollen, kann es nach Einschätzung von Oliver Primus gefährlich werden – wenn Autofahrer im Gegenverkehr ihren Überholvorgang noch nicht abgeschlossen haben. © Olaf Moos

Die Verkehrsführung auf der Landstraße 561 zwischen der Versetalsperre und der Silbergtrasse hat eine „Macke“ – meint der Lüdenscheider Oliver Primus. In Höhe der Einmündung Silbergstraße kommt es nach seinen Beobachtungen allzu oft zu gefährlichen Situationen.

Lüdenscheid - Oliver Primus fährt die Strecke von Lüdenscheid aus täglich zur Gasmert und biegt kurz hinter der Brücke nach links auf die Silbergstraße ab. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich an der Stelle schon Beinahe-Unfälle beobachtet habe.“ Mehrmals sei er auch selbst schon in Gefahr geraten.

Denn Autofahrer, die in Richtung Versedamm unterwegs sind, überholen nach Primus’ Worten auf der zweispurigen Fahrbahn in den Silbergkurven mit bis zu 100 Stundenkilometern vorausfahrende Lastwagen.

Das Problem: Rund 80 Meter vor der Einmündung, vor der Linksabbieger auf freie Fahrt warten, wird die L561 in Richtung Lüdenscheid einspurig. Wer seinen Überholvorgang bis dahin noch nicht abgeschlossen hat, rollt über die schraffierte Sperrfläche und fährt frontal auf wartende Linksabbieger zu. „Es grenzt an ein Wunder, dass hier noch keine tödlichen Verkehrsunfälle passiert sind“, sagt der besorgte Autofahrer.

Seine Telefonanrufe bei der Polizei oder beim Ordnungsamt blieben erfolglos, ebenso beim Landesbetrieb Straßen.NRW, in dessen Baulast die Strecke sich befindet. Welche kommunale Behörde zuständig ist, erschloss sich dem Anrufer auch nicht auf Anhieb.

Denn der Abschnitt, über den die Brücke in Richtung Gasmert führt, ist Lüdenscheider Gebiet – der Bereich der Einmündung Silbergstraße gehört dagegen schon zur Gemeinde Herscheid. Tatsächlich verantwortlich für die Verkehrsführung und im Zweifel für eine Entschärfung der Situation ist das Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises.

Doch im Kreishaus sehen die Fachleute derzeit keinen Handlungsbedarf, sagt Kreis-Pressesprecherin Ursula Erkens. „Das Problem ist zwar bekannt, aber es handelt sich nach unseren Erkenntnissen nicht um einen Unfallhäufungspunkt.“ Maßnahmen wie die Markierung einer Schraffur auf der Fahrbahn habe der Kreis im Interesse der Sicherheit „mit Augenmaß“ erlassen. Weitere bauliche Veränderungen in diesem Bereich würden möglicherweise erst einen Schwerpunkt schaffen, so Erkens weiter.

Für Oliver Primus klingt die Erklärung wenig plausibel. „Wahrscheinlich muss wirklich erst etwas Schlimmes passieren, bevor die Verkehrsführung verbessert wird.“

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