Haase kandidiert als Bürgermeister

Lüdenscheid - Der NPD-Ratsherr Stephan Haase wird als dritter Bürgermeisterkandidat zur Kommunalwahl am 25. Mai antreten. Am Montag um 18 Uhr lief die Meldefrist ab. Gut sechs Wochen vor der Superwahl mit insgesamt sechs Urnengängen ist der Sachstand in Lüdenscheid folgender:

- Dieter Dzewas (SPD), Björn Weiß (CDU) und Stephan Haase (NPD) bewerben sich beim Wähler um das Bürgermeisteramt. Von einer Stichwahl gehen Fachleute bei dieser Konstellation nicht aus.

- Sieben Parteien stellen sich für den Stadtrat zur Wahl, durchweg die selben, die bereits den aktuellen Rat bilden: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AfL und NPD. Alle Parteien mit Ausnahme der NPD schaffen es, die vorhandenen 24 Wahlbezirke mit Direktkandidaten zu besetzen. Die NPD ist in 20 Bezirken vertreten. Damit stehen in Lüdenscheid 164 Direktkandidaten zur Wahl plus eine Einzelbewerberin im Wahlbezirk 4, Vogelberg. Dabei handelt es sich um Jutta Hellmann.

- Morgen um 17 Uhr tagt der Wahlausschuss öffentlich im Ratssaal. Er entscheidet über die Zulässigkeit der Kandidaten für die Kommunal-, die Bürgermeister- und die Integrationsratswahl. Mit dem Beschluss des Ausschusses sind die Namen öffentlich und werden auch im Amtsblatt des Märkischen Kreises bekannt gegeben.

- Nach einer Drei-Tages-Frist für Beschwerden werden Wahlbescheinigungen und Stimmzettel in Druck gegeben. Auf fünf Farben muss sich der typische Wähler einstellen. Der Stimmzettel für die Europawahl ist altweiß, der für die Landratswahl moosgrün, für die Kreistagswahl hellblau, für die Bürgermeisterwahl gelb und für den Stadtrat rosa. In dieser Reihenfolge werden auch die Stimmzettel ausgezählt. Etwa 60 000 Bürger sind für die Kommunalwahl stimmberechtigt.

- 35 Tage vor der Wahl, theoretisch also am Ostersonntag, wird das Wählerverzeichnis „aufgebaut“. Es umfasst 24 Wahlbezirke mit 81 Stimmbezirken bzw. -lokalen. Diese Lokale sind mit jeweils einem achtköpfigen Wahlvorstand besetzt. Damit sind allein 840 Wahlhelfer erforderlich. Für die interne Abwicklung, dass heißt für die Entgegennahme und Übermittlung der Ergebnisse sind im Rathaus am Wahlabend etwa 100 Mitarbeiter eingesetzt.

- Die Auszählung am Wahlsonntag werde „Massengeschäft“, erwartet Wolfgang Padur, Leiter des Bürgeramts und für das operative Wahlgeschäft zuständig. Anders als bei der Bundes- und Landtagswahl seien zwar keine Zweitstimmen auszuzählen, dafür aber insgesamt fünf Wahlgänge. Schwieriger wird es tagsüber für die Wahlvorstände, weil genau geprüft werden muss, wer für welche Wahl zugelassen ist. Zwei bis maximal fünf Wahlzettel erhält der Bürger beim Urnengang, je nach Alter,l Wohnsitz und Nationalität.

- Anders als bei anderen Wahlen erfolgt die Wahlbenachrichtigung nicht mehr mit einer Karte, sondern mit einem Brief. Bereits der Umschlag ist gekennzeichnet als „Amtliche Wahlbenachrichtigung“.

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