Wenig Radfahrer, wenig Zebrastreifen

Sieben Jahre ohne Verkehrstote in der Stadt: Darum ist Lüdenscheid so sicher

Polizei sichert Unfallstelle
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Unfall (Symbolbild).

Lüdenscheid – Weil es in sieben aufeinanderfolgenden Jahren in der Zeit von 2012 bis 2018 keinen einzigen Verkehrstoten im Innerortsverkehr gab, ist die Stadt Lüdenscheid mit dem Dekra Vision Zero Award ausgezeichnet worden. Zuletzt kam 2011 ein Autofahrer ums Leben.

Der letzte Fußgänger starb 2005 bei einem Unfall in Lüdenscheid. Ein Radfahrer ist im innerörtlichen Verkehr mindestens seit dem Jahr 2000 nicht tödlich verunglückt, sagte Verkehrsplaner Christian Hayer am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss. Weiter zurückgehende Daten liegen nicht vor. 

Mit „Vision Zero“ verfolgt die Dekra das politische Ziel, die Zahl der Verkehrstoten weltweit nicht nur zu reduzieren, sondern jeglichen tödlichen Unfall künftig zu vermeiden. Den undotierten Preis nahm Bürgermeister Dieter Dzewas im Rahmen des Dekra-Jahresempfangs in Brüssel entgegen.

Im Ausschuss versuchte Verkehrsplaner Hayer den Lüdenscheider Erfolg zu erklären. So habe die Stadt schon sehr früh auf Querungshilfen anstatt auf unfallträchtige Zebrastreifen gesetzt. Schaue man sich zudem die Unfallstatistik in anderen Städten an, stelle man fest, dass 70 Prozent der Verkehrstoten in Innenstädten Fußgänger und Radfahrer sind. In Lüdenscheid sei der Anteil dieser Verkehrsteilnehmer noch gering.

Es sei aber ein Anstieg beim Radverkehr zu beobachten, der sich in Zukunft beschleunigt. Das erhöhe auch die Gefährdung der Radfahrer. Die Aufgabe als Verkehrsplaner sei es deshalb, Radfahrer künftig besonders zu schützen.

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