So sicher ist der Lüdenscheider Escape Room

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Einen Überblick über das Geschehen und die Stimmung im Escape Room hat der jeweilige Spielleiter vom Nebenraum aus.

Lüdenscheid – Nach dem Brand in einem Escape Room in Polen mit fünf Toten sehen sich die Betreiber des Lüdenscheider Escape Rooms (to escape = flüchten, entkommen) mit vielen Nachfragen zur Sicherheit konfrontiert.

Doch die beiden Räume an der Karlstraße 11 seien jederzeit zu verlassen, betonen Pascal Hülle (27) und Thorsten Maya (35), die auf Nummer sicher gehen: 

Ein Spielleiter betreue jede Gruppe lückenlos. Im Nebenraum hat er einen Überblick durch Kameras, beantwortet Fragen, gibt auf Wunsch dezente Hinweise, wenn der Spielverlauf stockt. Und er könne sofort reagieren, wenn nötig. 

Zwei Fluchtwege

Auch zwei Fluchtwege sind vorhanden: Die bis zu sechs Spieler können durch unverschlossene Fenster ins Freie, und neben der Tür hängt ein Schlüssel fürs klassische, mechanische Türschloss.

Für den Fall der Fälle: Neben der Tür hängt der Schlüssel.


Knapp 3000 Besucher im ersten Jahr

Die beiden Betreiber sind selbst begeisterte Escape-Room-Spieler und haben ihr zweites berufliches Standbein am 1. Oktober 2017 eröffnet. Im ersten Jahr konnten sie schon knapp 3000 Besucher begrüßen. Aufgrund der Nachfrage gibt es seit November 2018 einen zweiten Raum und mobile Angebote.

Bieten Spannung und Nervennahrung: Pascal Hülle (vorne) und Thorsten Maya.

„Es wurde sehr, sehr gut angenommen, vor allem auch von Firmen“, sagt Thosten Maya, der in der Schalksmühler Feuerwehr groß geworden und heute im Hauptberuf Werkstattleiter bei einem mittelständischen Bauunternehmen ist. Pascal Hülle hat Betriebspädagogik studiert, arbeitet als Rettungsassistent und macht derzeit eine Weiterbildung zum Notfallsanitäter. 

15 Minuten Vorbereitungsgespräch, eine Stunde Spieldauer

Meist an Wochenenden werden die Räume bespielt. Vor Weihnachten habe man „das stressigste Wochenende des Jahres“ erlebt, erzählt Maya – mit 18 Gruppen. Der Ablauf ist immer ähnlich: 15 Minuten Vorbereitungsgespräch, eine Stunde Spieldauer, Nachbesprechung. Zwischen zwei Gruppen ist eine Stunde Luft.

Zufriedene Kunden als oberstes Ziel

Oberstes Ziel seien zufriedene Kunden, betonen die beiden. „Vieles läuft über Mundpropaganda“, sagt Thorsten Maya. „Es soll ja kein Frust-Erlebnis werden“, ergänzt Pascal Hülle. Daher freuen sie sich, wenn sie auch Skeptiker überzeugen können. Unerwartet leichtes Spiel hatten sie mit einer älteren Damenrunde – „die Älteste war 82“ – , die ganz begeistert von der begehbaren Krimikulisse gewesen sei: „Das funktioniert dann wie Popcorn“, sagt Thorsten Maya: „Man macht immer weiter.“

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