Sonne tut ihr Übriges

Shoppen ohne Test - so lief der Auftakt in Lüdenscheid

luedenscheid innenstadt
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Ein ungewohntes Bild: Die Lüdenscheider Innenstadt war in den Mittagsstunden des Freitags sehr gut besucht.

Der Wettergott hat den Wunsch der Lüdenscheider Händler erfüllt: Passend zum Tag des Inkrafttretens der neuen Corona-Schutzverordnung schien die Sonne über der Bergstadt.

Lüdenscheid – Da das Konzept Konzept „Click and Meet and Test“ seit Freitag in der Inzidenzstufe 3 wegfällt, ist zum Shopping ist fortan kein beglaubigter Corona-Test mehr vonnöten . Die Lüdenscheider machten von der neuen Freiheit des Shoppens Gebrauch, die Innenstadt war gut gefüllt, die Händler dementsprechend glücklich und froh über den neuesten Schritt in Richtung Normalität. „Bis gestern herrschte bei vielen Kunden Unverständnis und keine Akzeptanz über die alte Regelung.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

So lief der Shopping-Auftakt in Lüdenscheid: Wetter sorgt für beste Laune

Durch die Aufhebung der Testpflicht ist eine ganz neue, positive Atmosphäre entstanden. Viele Stammkunden standen mit Tränen in den Augen im Geschäft und durch das bessere Wetter, steigt auch automatisch die Laune“, sagt Wilhelm Schnieders, Geschäftsleiter des Modehauses Sinn am Sternplatz. Insgesamt 120 Kunden dürfen laut neuer Regelung in den Räumlichkeiten des Modegeschäfts Klamotten anprobieren, stöbern und kaufen.

Damit die Kundenzahl nicht überschritten wird, übergibt Schnieders am Geschäftseingang jedem Kunden eine Karte, die bei Verlassen des Geschäfts wieder zu Schnieders wandert. Damit das Geschäft noch besser läuft, wünscht sich der Geschäftsleiter auch eine verbesserte Situation für die Gastronomen, bei denen bei der derzeitigen Inzidenzlage weiterhin die Kunden einen beglaubigten Test benötigen, um auf den Terrassen der Bistros und Restaurant Platz zu nehmen. „Dann wird die Innenstadt noch voller und lebendiger. Es gehört einfach zum Stadtbild dazu“, argumentiert Schnieders.

Sinn-Geschäftsleiter Wilhelm Schnieders verteilt am Geschäftseingang Kundenkarten, um eine genaue Übersicht zu haben, wie viele Shopper sich im Laden befinden.

Der Meinung Schnieders‘ ist auch Gabriele Poschmann, die sich zwar über die neue Freiheit des Shoppings freut und beim s.Oliver-Store im Stern-Center auch ordentlich shoppte, die Behandlung gegenüber der Gastronomie allerdings als ungerecht empfindet. „Um einen Kaffee zu trinken, muss ich gleich noch einen Test machen“, äußert sie ihr Unverständnis.

Über Kunden wie Poschmann und damit einen volleren Laden freut sich Verkäuferin Antje Hoever des s.Oliver-Stores. „Man merkt einfach, dass die Kunden viel gelöster sind und die Stimmung im Umgang miteinander auch besser ist. Weniger Kontrolle gefällt den Kunden“, sagt die Verkaufsexpertin.

So lief der Shopping-Auftakt in Lüdenscheid: Stadtbummel ist wieder unbeschwerter

Mit wirklich guter Laune sind Francesco und Pasqualina Inchingoli bei ihrem Bummel durch das Stern-Center unterwegs. „Es ist wirklich sehr schön. Wir haben lange auf diese Situation gewartet, und können uns wieder deutlich freier bewegen. Wir waren aber auch wirklich genug eingesperrt“, findet Pasqualina Inchingoli. Das italienische Ehepaar hatte lang genug auf den Moment gewartet, wieder in die Geschäfte zu gehen, ohne sich vorher testen zu lassen. „Ich hätte bald eine Depression bekommen“, sagt Francesco und freut sich zudem auf den Heimaturlaub im nächsten Monat.

Ebenfalls nur positive Energie versprühte Nele Hüttebräucker, die sich sehr darüber freut, sich im Vorfeld des Schlenderns durch die Geschäfte nicht mehr testen lassen muss und spontan in den Snipes-Shop im Stern-Center geht. „Ich habe es schon als sehr nervig empfunden. Jetzt kann ich mich freier und unbeschwerter durch die Geschäfte bewegen und vor allen Dingen auch mal spontan entscheiden, noch einen weiteren Laden aufzusuchen“, sagt die junge Lüdenscheiderin. Damit die Stimmung so bleibt, müssen die Inzidenzzahlen weiter sinken. Aber auch der Wettergott sollte mitspielen.

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