Serkan Cumali Yilmaz Lüdenscheider des Jahres

Serkan Cumali Yilmaz ist der Lüdenscheider des Jahres und spendet die Hälfte seinen Gewinns an Horst Beste.

LÜDENSCHEID ▪ Am Ende wurde die erste Wahl zum Lüdenscheider des Jahres ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Männer, deren herausragende Leistung sich um das dreht, was auch die Lüdenscheider letztlich am höchsten bewerteten: die Rettung von Leben. Auch deshalb heißt der Lüdenscheider des Jahres 2011 Serkan Cumali Yilmaz.

Der 37-Jährige war kurz vor Weihnachten nächtlichen Hilferufen nachgegangen und hatte schließlich einen Verletzten gefunden, der auf Eis gestürzt und hilflos war. Nur knapp hinter Yilmaz belegte Horst Beste (63), Waisenhaus-Initiator in der Mongolei, den zweiten Platz. Weil er bei LN-Lesern Spenden für eine Herz-OP auftreiben konnte, überlebte ein herzkrankes kleines Mädchen.

Groß war die Freude bei Serkan Cumali Yilmaz über die Anerkennung und den 1000-Euro-Preis der Lüdenscheider Nachrichten. In den letzten Wochen sei er immer wieder von Kunden und Freunden auf die Berichterstattung angesprochen worden und habe sehr viel positive Resonanz erfahren. „Dabei war es für mich eine Selbstverständlichkeit, jemandem, der in Not ist, zu helfen“, sagt der bescheidene Türke. „Ich habe natürlich die Portraits aller zwölf zur Wahl stehenden Lüdenscheider gelesen – und war von den Aktionen meiner Mitstreiter sehr ergriffen. Viele von ihnen tun jeden Tag etwas Gutes, setzen sich regelmäßig für andere ein – ob Mensch oder Tier. Ganz besonders beeindruckt hat mich aber die Geschichte von Horst Beste. Schon früher habe ich seine Bemühungen um die mongolischen Waisenkinder verfolgt.“

Besonders groß war die Anteilnahme, als Beste mithilfe der LN-Leser das Leben des dreijährigen mongolischen Waisenkindes Otgonschargal durch Spendengelder für eine Herzoperation retten konnte. Das hat Yilmaz, der auch eine kleine Tochter hat, die ihre ersten Lebensmonate auf der Intensivstation verbringen musste, besonders berührt. Aus diesem Grund hat er sich nun entschlossen, die Hälfte seines Gewinns Horst Beste, dem Gründer und Leiter der Kinderhilfe Mongolei, für die dortigen Waisenkinder zur Verfügung zu stellen. „Wir haben beide Menschenleben gerettet – und deshalb sollten uns den Gewinn teilen“, erklärte der Lüdenscheider des Jahres.

Jeder unserer zwölf Lüdenscheider des Monats, unter denen die LN-Leser online und per Postkarte abstimmen konnten, hat seine Fangemeinde. Sie alle, Männer und Frauen, engagieren sich für andere, sind Vorbild und unverzichtbar für ein lebendiges Gemeinwesen. Deshalb werden die Lüdenscheider Nachrichten auch in diesem Jahr den Scheinwerfer wieder Monat für Monat häufig – aber natürlich nicht nur – auf diese Aktiven richten.

Das können bekannte Namen sein, die seit Jahr und Tag ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und Talente gezielt einsetzen. Ohne sie funktioniert kein Verein, kein Wettkampf, keine Hilfe für den Nächsten. Das kann aber immer auch ein Unbekannter sein, der eher zufällig ins Licht der Öffentlichkeit gerät.

Oder wir stellen Einzelkämpfer vor, die aus Überzeugung handeln und dann, wenn es darauf ankommt, mutig und entschlossen agieren. Ihnen allen ist gemein, dass sie nicht meckern, sondern machen und hinschauen, wenn andere wegsehen.

Einige hundert LN-Leser haben sich an der Abstimmung beteiligt und ihren Favoriten benannt. Unter allen haben wir die drei Gewinner ausgelost, die sich über ein tragbares Micro-Musiksystem von Philips (Torsten Fanslow), über ein 30-teiliges Bestecksystem von Villeroy & Boch (Hannelore Woidasky) und über eine Kaffeemaschine (Dagmar Stute) freuen können.

Danke fürs Mitmachen, die Preise können gegen Vorlage des Ausweises in der LN-Geschäftsstelle an der Friedrichstraße 6 abgeholt werden.

Und weiter geht’s: Den Lüdenscheider des Monats Januar 2012 stellen wir Anfang Februar vor. J sum/CG

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare