Serie zum Klinikum Lüdenscheid

„Wir können viel machen“ - Die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

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Dr. Benedikt Knof: „Technisch ist im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde heute ganz viel möglich.“

Lüdenscheid - Dr. Benedikt Knof ist stolz auf seine Klinik: „Sie ist ein hoch spezialisiertes und modern ausgestattetes Zentrum der Spitzenmedizin und die einzige Hauptabteilung dieses Fachgebietes im gesamten Märkischen Kreis mit überregionalem Einzugsgebiet.“ Der Leiter der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gibt im 25. Teil der LN-Serie über das Lüdenscheider Klinikum einen Überblick über die Bereiche, die in seiner täglichen Arbeit eine Rolle spielen.

Die Mikrochirurgie des Mittelohres gehört dazu, die chirurgischen Eingriffe an den großen Kopfspeicheldrüsen, die mikroskopische und endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie und die Tumorchirurgie. Hinzu kommen die Unfallchirurgie des Kopfes und Halses, die Schädelbasischirurgie, die plastisch-rekonstruktive und die plastisch-ästhetische Chirurgie. Auch die Laserchirurgie gehört mit zu den Leistungen der Fachklinik – und die Phonochirurgie bei der Korrektur von Stimmfehlern. „Und das beschreibt ja nur unser operatives Spektrum“, betont Benedikt Knof. Hinzu komme ein großes ambulantes Angebot. „Wir haben zum Beispiel auch eine spezielle Sprechstunde für Tumorpatienten und eine Ohrsprechstunde.“

Jährlich rund 7500 Patienten

Die Patienten- und Operationszahlen, die Benedikt Knof vorstellt, sind beeindruckend. Stationär behandeln er und sein Team jährlich zwischen 2400 und 2500 Patienten. An ambulanten Patienten kommen noch einmal rund 5000 hinzu. Dem Team der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde stehen im Lüdenscheider Klinikum 38 stationäre Betten zur Verfügung – dazu gehören auch einige Betten auf der Kinderstation.

"Wir können viel machen"

Im Operationssaal: Benedikt Knof operiert einen Tumor an der Ohrspeicheldrüse.

Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sei zunehmend technisch orientiert. „Davon profitieren unsere Patienten. Ich sage immer: ‘Keine Angst. Wir können viel machen’“, erklärt Benedikt Knof und fügt hinzu: „Ich will meinen Patienten immer Mut machen. Das ist doch meine Aufgabe als Arzt.“

Dies gelte auch für einen Patienten, der aufgrund einer Hundeattacke einen Teil seiner Nase verloren habe. Mit Hilfe von Hautverpflanzungen sei die Nase wiederhergestellt worden. „Der Patient ist mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Und ich bin das natürlich auch“, freut sich Benedikt Knof über diesen Erfolg.

Großer technischer Fortschritt

Der technische Fortschritt sei aber auch in anderen Bereichen groß. „Früher konnten Menschen nach einer Entfernung des Kehlkopfes nicht mehr richtig und nur mit Hilfsmitteln sprechen“, erinnert sich der Mediziner. „Heute sprechen 90 Prozent der Patienten nach dem Eingriff und der anschließenden Therapie wieder mit einer normalen Tonmodulation.“

Dr. Konstantinos Zigolis ist als Oberarzt in der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde tätig.

Und auch für ertaubte Menschen gebe es Hoffnung: „Das Cochlea-Implantat kann manchen Patienten helfen, ihr Gehör zurückzubekommen. Das funktioniert nicht bei allen Betroffenen – aber einige Menschen profitieren davon sehr“, erklärt Benedikt Knof. Am Lüdenscheider Klinikum werde das Implantat noch nicht eingesetzt: „Wir machen hier nur die Vorbereitung. Die eigentliche Operation müssen die Patienten dann in Essen oder Bochum machen lassen. Aber ich berate jeden Betroffen, der zu mir kommt, über das Cochlea-Implantat.“

Akute Hörsturz-Patienten bereiten Sorge

Neben all den Fortschritten, die für Benedikt Knof als Hals-, Nasen- und Ohrenspezialist Anlass zur Freude sind, gibt es doch auch Bereiche, die ihm Sorge bereiten und ihn manchmal unzufrieden machen. Die Versorgung von Patienten mit einem akuten Hörsturz gehöre dazu. Die Position der Krankenkassen: Die Kortison-Behandlung, die Folgeschäden verhindern kann, könne auch ambulant durchgeführt werden – in Form von Infusionen oder mit Tabletten. „Aber erstens sind die niedergelassenen Kollegen oft nicht darauf eingerichtet, diese Patienten mit Infusionen zu versorgen, und zweitens sind Tabletten, das kann ich aus der Praxis berichten, nicht so effektiv wie Infusionen. Aber die Krankenkassen zahlen nur für die stationäre Behandlung, wenn der Patient schon fast keinen Hörrest mehr hat. Das ist außerordentlich schade.“ Benedikt Knof geht das Problem oft pragmatisch an. „Natürlich werden auch diese Patienten in unserer Klinik behandelt. So beginnen wir meist eine ambulante Infusionsbehandlung oder nehmen den Patienten bei einer Mitbeteiligung des Gleichgewichtsorgans stationär auf.“

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