Mutmaßlicher Mörder schweigt

Zeugen gesucht: Wer hat Sergej B. zuletzt gesehen?

Sergej B. gilt als Tatverdächtiger, der dem Opfer Andy A. am 14. Juli 2013 auf dem Weg von Lüdenscheid in Richtung Münster, vermutlich in Hagen begegnet ist.

LÜDENSCHEID - Andy A. (24) aus Weeze am Niederrhein wollte nach Lüdenscheid umziehen. Doch am 14. Juli wurde er, übersät von Messerstichen, in einem Mietwagen liegend in Münster aus dem Dortmund-Ems-Kanal geborgen.

Bei welcher Gelegenheit und wo er auf seinen Mörder getroffen ist, das versuchen Ermittler jetzt herauszufinden. Völlig unklar ist auch das Motiv für die Tat. Sicher scheint nur zu sein: Sergej B. aus Hagen gilt als Hauptverdächtiger. Doch der 33-Jährige schweigt.

Der zuständige Staatsanwalt Heribert Beck sagt dazu: „Staatsanwaltschaft und Polizei Münster sind gleichwohl sicher, den Täter ermittelt zu haben.“ Die Indizien stützen sich auf DNA-Spuren, die Fahnder an einem Messer in der Wohnung des mutmaßlichen Gewaltverbrechers entdeckt haben.

Die Spuren stammen demnach eindeutig vom Mordopfer, das Messer von Sergej B. gilt als Tatwaffe. Hauptkommissar Herbert Mengelkamp, Chef der Mordkommission: „Das zeigt wieder einmal, wie wichtig DNA-Untersuchungen in der heutigen Zeit sind.“

Der Hauptverdächtige, dem zusätzlich vier brutale Überfälle zur Last gelegt werden, hat bis zur Trennung einige Jahre mit seiner Familie in Münster gelebt und zog dann nach Hagen um.

Mordkommission und Staatsanwalt suchen weiter Zeugen, die Sergej B. am 14. Juli allein oder in Begleitung seines späteren Opfers Andy A. in Münster, Hagen oder Lüdenscheid gesehen haben. Hinweise an die Münsteraner Polizei unter Tel. 0251/275-0.

Von Olaf Moos

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