September: Anke Melis

LÜDENSCHEID - Ob verirrte Fledermäuse mit der Pipette gefüttert werden, ob verletzte Greifvögel Medizin und Tiefkühl-Küken bekommen oder ein kleiner Fuchs obendrein noch Nestwärme und Schutz - Anke Melis ist die große Freundin heimischer Wildtiere.

Seit Jahren opfert sie zusammen mit ihrem Mann Bob Freizeit und Nachtruhe, um verletzte und kranke Kreaturen aufzupäppeln und nach der Genesung wieder in die Natur zu entlassen. Anke Melis ist die Lüdenscheiderin des Monats September.

Im Laufe der Jahre hat sich das Reihenhaus des Ehepaares Melis am unteren Ende der Südstraße in eine kleine Tierklinik verwandelt. Volieren und kleine Ställe im Garten, Käfige und Kartons im ganzen Haus verteilt, Futter in der Tiefkühltruhe und immer ein heißer Draht zum Naturschutzbund (Nabu) und heimischen Tierärzten - Anke Melis hat sich ganz dem Schutz von Wildtieren verschrieben. Aus der ganzen Region bringen Finder die kleinen Schützlinge zu ihr.

Den bislang letzten und im Sauerland auch äußerst seltenen Patienten hatte Anke Melis erst vor wenigen Tagen in Obhut genommen: einen Baumfalken. Den hatten Spaziergänger in Balve gefunden. Vermutlich war das Tier auf seiner Reise nach Afrika verunglückt und notgelandet. In der Tierrettungsstation an der Südstraße fand der Baumfalke Schutz, Erholung und Nahrung - und war nach wenigen Tagen reif für den Weiterflug.

Durch ihr unermüdliches Engagement hat die kleine Frau mit dem großen Herzen die LN-Redaktion überzeugt: Anke Melis ist die Lüdenscheiderin des Monats.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare