Bürgermeister optimistisch

Seniorenresidenz Sternplatz: Zähe Verhandlungen um 40-Millionen-Euro-Projekt

Volksbank mit Auto in Fußgängerzone
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Ein verkehrstechnisches und rechtliches Problem: Die Zufahrt zur künftigen Seniorenresidenz der Terragon AG.

Kein einziger Hammer rührt sich, kein Abrissbagger rückt an, nichts bewegt sich an und in der P & C-Brache in 1a-Lage der Innenstadt – zumindest äußerlich. Die Gespräche zwischen Verantwortlichen der Berliner Terragon AG, Vertretern der Stadtverwaltung und der Volksbank als künftiger Nachbar der Seniorenresidenz laufen zwar, gestalten sich jedoch offenbar weitaus schwieriger als erwartet. Doch jetzt deutet sich eine Einigung an.

Lüdenscheid - Bekanntlich will die Terragon AG für rund 40 Millionen Euro eine komfortable Wohnanlage für betagte Interessenten errichten und betreiben. Sowohl der Rat der Stadt als auch der Baukulturbeirat des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) befürworten die Baumaßnahme. Bereits seit Oktober 2019 laufen Abstimmungsgespräche über baurechtliche Belange und städtebauliche Rahmenvorgaben.

In den Verhandlungen zwischen Bank-Managern und Beauftragten der Investoren-Gesellschaft geht es in erster Linie um „Grenzen und Befahrungsrechte“, wie Karl-Michael Dommes, Vorstandssprecher der Volksbank in Südwestfalen, bestätigt. Ein zentrales Problem stellt demnach die Erwartung eines „stark steigenden Verkehrsaufkommens“ dar. Während in früheren SinnLeffers-Zeiten täglich nur ein paar Lieferanten den Hinterhof direkt am Volksbank-Grundstück ansteuerten, dürfte es sich in Zukunft schwieriger gestalten, den Verkehr an der Engstelle und in direkter Nähe der Bushaltestellen am Sauerfeld zu kanalisieren.

„Großes Interesse an einer schnellen Lösung“

120 bis 150 Wohnungen, Einzelhandel, Gastronomie, Wellness oder Tagespflege – die geplanten Elemente werden aller Voraussicht nach spürbar mehr Mobilität verursachen. Doch wie die Verkehrsplaner technisch und rechtlich sichere Regeln schaffen können, hängt vom Ausgang der Verhandlungen zwischen den künftigen Nachbarn ab.

Dabei betont Karl-Michael Dommes im LN-Gespräch „das große Interesse unseres Hauses“ an einer schnellen Lösung, damit der „Mega-Schandfleck“ bald Vergangenheit ist. Inzwischen, so der Vorstandssprecher, lasse die Volksbank Wachdienste patrouillieren, „damit sich die Kunden noch zum Geldautomaten trauen können“. Die Erreichbarkeit des Parkplatzes auf dem Hinterhof sei von zentraler Bedeutung. „Unsere Kunden müssen ungeschoren an- und abfahren können.“ Dass es bei der Gewährung von Wegerechten auch um eine Menge Geld geht, dazu äußert sich Dommes nicht.

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hat sich nach eigenen Worten inzwischen „intensiv in die Verhandlungen eingebracht“. Demnach finden die zahlreichen Telefon- und Internet-Konferenzen stets unter Beteiligung von Vertretern der Stadtverwaltung statt. Wagemeyer: „Wir sind voller Hoffnung, dass wir in den nächsten Wochen zu konstruktiven Ergebnissen kommen.“

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