Mit Baumstamm, Schotterhaufen, Geröll

Nerven liegen blank: Anwohner errichtet Straßensperren an B229-Abkürzung

+
Ein Polizeifahrzeug steht vor der selbst errichteten Straßensperre des Anwohners. Die Gefahrenstelle ist mit Flatterband kenntlich gemacht. 

Wegen mehrerer Baustellen im Bereich Höhenweg und Bundesstraße 229 kürzen Orskundige gerne über einen Verbindungsweg ab. Ein genervter Anwohner errichtete dort jetzt eine Straßenbarriere. 

  • Ein Anwohner ärgert sich über Autos, die eine Baustelle umfahren wollen.
  • Der Weg führt direkt an seinem Haus vorbei - er schreitet zur Tat
  • Mit Geröll und einem Baumstamm errichtet er Straßensperren

Lüdenscheid - Gleich zwei Mal wurde die Polizei Lüdenscheid am Freitag (4. September) zum Verbindungsweg zwischen Werdohl, Hölzerne Klincke (L655), und dem Ginsterweg auf Lüdenscheider Stadtgebiet gerufen, weil ein Anwohner dort Straßensperren errichtet hatte. 

Dazu verwendete er Geröll, einen Baumstamm und später auch einen Erdhaufen und sein eigenes Auto, das er auf der Fahrbahn parkte. Die Selbstjustiz begründete er mit dem verbotswidrigen Durchfahren des Verbindungswegs durch andere Verkehrsteilnehmer. 

Selbstjustiz vor der Haustür: Anwohner errichtet Straßensperren an Abkürzungsstrecke der B229

Nach Angaben der Polizei Lüdenscheid wurde der genannte Verbindungsweg offensichtlich von Verkehrsteilnehmern, die der regen Baustellentätigkeit auf der B229 (Versetal) ausweichen wollen, in der Vergangenheit vermehrt als Abkürzung genutzt. 

Dabei ignorieren die Ortskundigen auch, dass die Durchfahrt über den Verbindungsweg nur für Anlieger frei ist. Ein Anlieger des Verbindungswegs ärgerte sich darüber dermaßen, dass er am Freitag den Weg kurzerhand selbst sperrte. 

Kein Durchkommen auf Abkürzungsstrecke: Straßensperre mit Baumstamm und Schotterhaufen

Dazu hatte er dort einen Schotterhaufen abgekippt und einen Baumstamm quer über die Straße gelegt. Dadurch war eine nicht unerhebliche Gefahrenstelle entstanden, über die Autofahrer die Polizei informierten. 

Feuerwehr muss Straße räumen - Anzeige gegen Anwohner geschrieben

Die eingesetzten Polizeibeamten der Polizeiwache Lüdenscheid ließen den Baumstamm und das Geröll von der Feuerwehr entfernen und ermahnten den Anlieger den Bau weiterer Straßensperren zu unterlassen. Auch der Einwand, es handele sich um einen Privatweg, schützte ihn nicht vor der Vorlage einer Strafanzeige gegen ihn, schreibt die Polizei

Erneute Straßensperre am Abend: Polizei sperrt Weg endgültig ab

Gegen 20 Uhr meldeten sich Verkehrsteilnehmer erneut, die die Baustelle auf der B229 umfahren wollten. Vor Ort zeigte sich den Beamten ein ähnliches Bild wie am Nachmittag. Der Verbindungsweg wurde nun durch ein Fahrzeug des Anliegers und mehrere Erdhaufen versperrt, die nicht ohne Weiteres beseitigt werden können. Der Verbindungsweg ist seither nicht mehr passierbar.

Gefahrenstelle wird mit Flatterband kenntlich gemacht

Aufgrund der geringen Bedeutung der Straßenverbindung wurden weitere Sofortmaßnahmen, auch aufgrund von fehlendem, schwerem Gerät am Wochenende, von der Polizei nicht veranlasst. Die Gefahrenstelle wurde mit Absperrband deutlich gemacht. Zumindest vorübergehend hat der Anwohner sein Ziel erreicht.

Neuer Sachstand zum Wochenbeginn. Durfte die Polizei eine Anzeige schreiben? Schließlich handelte sich um einen Privatweg, auf dem die Straßensperren errichtet wurden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare