Selbsthilfe: Kürzung in zwei Stufen

+
Über Arbeit und Finanzierung des Selbsthilfezentrums Lüdenscheid informierten sich am Donnerstagabend auf Einladung von Bürgermeister Dieter Dzewas Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen.

LÜDENSCHEID - Die vom Hauptausschuss beschlossene Kürzung des städtischen Zuschusses für das Selbsthilfezentrum um 20 Prozent wird wohl deutlich gemildert. Für die Ratssitzung am Montag zeichnet sich jetzt „eine sehr breite Mehrheit ab“, die Kürzung in zwei Stufen auf zwei Haushaltsjahre zu verteilen.

Damit würde der städtische Zuschuss in Höhe von 20 400 in diesem Jahr zunächst um 2040 Euro auf 18 360 Euro sinken – und nicht sofort um 4080 auf 16 320 Euro. Dies teilten Vertreter der Ratsfraktionen, Bürgermeister Dieter Dzewas und Fördervereinsvertreter des Zentrums am Donnerstagabend mit.

In einer rund anderthalbstündigen Info-Sitzung auf Einladung des Bürgermeisters sind den Fraktionsvertretern ausführlich Arbeit und Finanzierung des Selbsthilfezentrums Lüdenscheid dargelegt worden. Unstrittig sei bei allen Teilnehmern der große Stellenwert der Arbeit des Selbsthilfezentrums gewesen. Doch ebenso unstrittig sei angesichts des großen Sparzwangs gewesen, dass auch die Zuschüsse fürs Selbsthilfezentrum gekürzt werden müssten.

In der Runde sei man sich einig gewesen, das Thema Ehrenamtsförderung losgelöst von aktuellen Haushaltsplanberatungen in Ruhe zu erörtern – auch vor dem Hintergrund des CDU-Antrags, bei möglicherweise weiteren notwendigen Einschnitten künftig prozentual gleich hohe Kürzungsvorschläge der Verwaltung bei allen Empfängern einzufordern (wir berichteten). So solle möglicherweise in einer Sondersitzung des Sozial- und Seniorenausschusses das Schwerpunktthema Freiwilligenförderung diskutiert werden.

Positiv bewerteten die Teilnehmer des Info-Abends auch die Bemühungen des Selbsthilfezentrums, Kosten durch eigene Anstrengungen zu reduzieren. Wie berichtet, geht die hauptamtliche Leiterin der „Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe“ (Kiss) Mitte 2011 in den Ruhestand. Die Einstellung einer jüngeren Fachkraft würde die Kosten für den Trägerverein senken.

Ein Appell des Kassierers des Fördervereins, Bruno Schwarz, an die Teilnehmer, aktiv zur Verbesserung der Finanzsituation beizutragen, hatte zumindest einen Erfolg: der stellvertretende Bürgermeister Otto Bodenheimer (Grüne) trat spontan dem Förderverein bei. Wer ihm folgen möchte, erhält unter Tel. 0 23 51/39 05 26 Informationen dazu. - wok

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare