Hartnäckiger Winter: Selbst Blümchen sind verschnupft

Gartencenter-Geschäftsführer Oliver Cordt rechnet damit, dass die Kunden Frühjahrsblüher auch nach Ostern kaufen.

LÜDENSCHEID - „Noch stehen die Pflanzen geschützt im Gebäude, damit sie keinen Schnupfen kriegen.“ Oliver Cordt, Geschäftsführer des Gartencenters Cordt, passt sich und seine Ware den Gegebenheiten an. Der hartnäckige Winter bereitet den Gärtnern der Region Probleme.

Denn eigentlich müssen die Pflänzchen raus ins Freiland, aber der eisige Ostwind weht jeden Frühlingshauch einfach weg. Schwere Zeiten für Blumenfreunde.

Für viele gehört es dazu, zu Ostern schon die ersten Blümchen als bunte Frühlingsboten in den Garten zu setzen oder auch die Grabstätten frisch zu bepflanzen. Doch in diesem Jahr macht der lange Eiswinter und der frühe Ostertermin auch den Fachmärkten einen Strich durch die Rechnung. In den hart gefrorenen Boden kann man keine Blumen setzen, Schalenware muss bei frostigen Temperaturen nachts noch ins Haus geholt oder gesondert geschützt werden. „Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen und Narzissen werden dann eben nach Ostern verkauft“, sagt Cordt zuversichtlich. „Es ist ja kein Joghurtbecher, der nur drei Wochen hält.“ Sechs bis acht Wochen habe man etwas von den Frühlingsblumen, weiß der Fachmann, danach gehe es dann mit normaler Beet- und Blumenkastenware weiter. Selber produziert Cordt nicht, „wir haben ganz normal eingekauft“. Ostern sehr früh, das Wetter sehr spät – daran könne man eben nichts ändern. Die Saison verschiebt sich, ausfallen soll sie jedoch nicht.

Auch im Gartencenter Kremer kann man nichts an den Rahmenbedingungen ändern und hat sich daher darauf bestmöglich eingestellt. „Der Absatz ist weniger, wir kaufen passend ein“, sagt Betriebsleiter Michael Milz. „Das Wetter tut uns nicht gut.“ Der Kunde kaufe kaum, obwohl er Lust auf Frühling habe, hat der Gartenfachmann festgestellt. Die dürfte allerdings auch nach Ostern nicht aufhören. Dann ist auch noch Zeit für Frühling.

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