Gruppe versorgte den Großraum Lüdenscheid

Drogenring versorgte Großraum Lüdenscheid - Luxus-Autos sichergestellt - SEK-Einsatz

+
In der Lohmühlenstraße fand am Morgen ein SEK-Einsatz statt. 

Lüdenscheid - Zu einem großen SEK-Einsatz kam es am frühen Dienstagmorgen in Lüdenscheid. Neun Personen wurden festgenommen. Alle Informationen gibt es hier. 

  • SEK-Einsatz in Lüdenscheid am frühen Dienstagmorgen
  • Die Polizei nahm acht Personen fest, darunter eine Frau
  • Die Beamten wurden fündig

Update 19.05 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft ist durch die Razzia am Dienstag ein großer Schlag gegen die Drogenkriminalität in Lüdenscheid gelungen. Die Ermittler deckten demnach mafiöse Strukturen auf, die einzig dem Zweck dienen sollten, den Drogen-Markt in Lüdenscheid und Umgebung zu kontrollieren und zu bedienen. An der Spitze der hierarchisch organisierten und professionell agierenden Bande soll als „Pate“ ein 44-jähriger Lüdenscheider syrischer Herkunft stehen. Um die Versorgung auch in Corona-Zeiten zu sichern, legten die Tatverdächtigen sogar eigens eine Cannabis-Plantage an.

Update 13.23 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft Hagen haben am Mittag weitere Einzelheiten zur Drogen-Razzia am frühen Dienstagmorgen in Lüdenscheid bekanntgegeben. Demnach wurden insgesamt 13 Objekte durchsucht, darunter mehrere Wohnhäuser, eine Halle, eine Garage und ein Garten. 

Neun Personen wurden festgenommen. Sie stehen im Verdacht, mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Sie sollen den Großraum Lüdenscheid mit Drogen und Medikamenten versorgt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Drogenring autark aufgebaut. Verbindungen ins Rocker-Milieu finden sich nicht. 

Mieter aus Lüdenscheid verstehen die Welt nicht mehr. Sie sollen 100 Euro an die Stadt zahlen - weil sie wohnen. 

Drei Haftbefehle wurden bereits vollstreckt - darunter auch der Haupttäter

Drei Haftbefehle wurden bereits vollstreckt. Mutmaßlicher Haupttäter ist ein 44-jähriger Lüdenscheider syrischer Abstammung, der das Netzwerk wie "ein Pate" geführt haben soll, sagte ein Polizeisprecher.  

Insgesamt wurden neun Tatverdächtige deutscher, syrischer, türkischer, griechischer und rumänischer Abstammung im Alter zwischen 20 und 54 Jahren vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat für vier Personen einen Untersuchungshaftbefehl beantragt. Die Männer wurden dem Haftrichter vorgeführt, der in drei Fällen Untersuchungshaft anordnete. 

In der Lohmühlenstraße in Lüdenscheid fand am Dienstagmorgen ein SEK-Einsatz statt. 

Zwei weitere Anträge stehen zurzeit noch aus. Zudem wurde eine junge Frau - die sich an der Wohnanschrift eines mutmaßlichen Täters aufhielt - kurzfristig festgenommen. Sie wurde nach Vernehmung wieder entlassen.

Bande stellte Drogen jeglicher Art her  und beherrschte den Lüdenscheider Markt

Die Ermittler stellten umfangreiches Beweismaterial sicher. Dazu gehörten zahlreiche Mittel zur Herstellung synthetischer Drogen, mehrere hundert Gramm Kokain, circa ein Kilogramm Marihuana sowie mehr als 50.000 Euro Bargeld. 

Polizei stellt in Lüdenscheid Luxus-Schlitten und Bargeld sicher

Weiterhin mussten zwei Abschlepper anrücken, um eine Mercedes Benz C-Klasse sowie einen Porsche Cayman sicherzustellen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um hochwertige Ausführungen. In einem Wohnhaus wurde eine Cannabis-Plantage mit mehr als 400 Pflanzen entdeckt. Das THW wurde zur Unterstützung der Sicherstellung hinzugezogen.

Polizei hatte eigens eine Ermittlungskommission gebildet

Die gestrigen Durchsuchungen waren der Höhepunkt von sechs Monaten akribischer Arbeit im Rahmen einer speziell dafür eingerichteten Ermittlungskommission. Innerhalb der vergangenen Monate stellten Polizeibeamte insgesamt 5 Kilogramm Heroin, 10 Kilogramm Amphetamin, mehrere 100 Gramm Kokain mit teils sehr hohem Wirkstoffgehalt, gefälschte Medikamente und mehrere Kilogramm Marihuana sicher und legten eine Amphetaminküche still.

Update 10.54 Uhr:  Nach Recherchen unserer Zeitung griffen die Ermittler am frühen Dienstagmorgen gegen 5 Uhr an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet gleichzeitig zu. Da laut Polizei eine Bewaffnung der Tatverdächtigen nicht auszuschließen war, wurde ein Sondereinsatzkommando eingesetzt. 

Dabei wurden auf Basis von Durchsuchungsbeschlüssen mehrere Objekte angesteuert. Neben der Lohmühlenstraße, wo die Ermittler in einem Haus direkt neben der Grundschule Westschule und gegen der Katholischen Kita St. Joseph eine Cannabisplantage aushoben, sollen die Ermittler unter anderem an der Wilhelmstraße, an der Werdohler Straße sowie an der Straße Am Drostenstück im Einsatz gewesen sein. Rettungswagen wurden an vier Stellen im Stadtgebiet postiert, um im Ernstfall schnelle Hilfe zu leisten. Nach ersten Informationen wurde bei der Razzia aber niemand verletzt.

Anlieger eines der durchsuchten Wohnhäuser berichteten davon, dass sie vor dem Objektin der Vergangenheit offen im Hosenbund getragene Waffen und den Austausch von Geldbündeln mitten auf der Straße beobachtet hätten.

Update Mittwoch, 10.05 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wurde bei den Tatverdächtigen Bargeld sichergestellt. Waffen wurden demnach nicht gefunden. Die Polizeipressestelle MK bestätigte auf Nachfrage die Angaben. Für heute ist eine ausführliche Stellungnahme angekündigt. Wir berichten hier aktuell. 

Update Dienstag, 9. Juni, 15.18 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung sind die neun vorläufig festgenommenen Personen zwischen 20 und 54 Jahren alt und alle in Lüdenscheid gemeldet. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um Deutsche, Syrer, Türken, Griechen und Rumänen. 

Update 13.07 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung fanden am Dienstagmorgen nicht nur in dem Haus an der Lohmühlenstraße eine Durchsuchung statt. Demnach wurden am Morgen gegen 5 Uhr mehrere Objekte - alle in Lüdenscheid - gleichzeitig durchsucht. Wo sich die anderen Objekte befanden, isst nicht bekannt. 

SEK-Einsatz in Lüdenscheid: Neun Personen vorläufig festgenommen

Ob an allen Adressen auch das Sondereinsatzkommando im Einsatz war, ist nicht klar. Offenbar handelte es sich um professionelle Strukturen. Ermittelt wird wegen des Verstoßes gegen des Betäubungsmittelgesetz. 

Inzwischen wurde bekannt, dass nicht nur acht, sondern neun Personen vorläufig festgenommen wurden. Sie alle sind Lüdenscheider. Sie werden heute im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt, der aufgrund der Beweislage und auf Antrag der Staatsanwaltschaft entscheiden muss, ob die Tatverdächtigen in Untersuchungshaft genommen werden. 

Mehr als 500 Cannabis-Pflanzen neben Grundschule sichergestellt

Update 12.53 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung handelte es sich bei der Cannabis-Plantage, die in der Lohmühlenstraße entdeckt wurde, um eine professionell betriebene Anlage. Dort wurden mehr als 500 Cannabis-Pflanzen gezogen. In dem Gebäude wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. 

Update 12.35 Uhr: Die Ermittlungen und das sichergestellte Beweismaterial sind sehr umfangreich. Aus diesem Grund wird die Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hagen weitere Details erst am morgigen Mittwoch bekanntgeben, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. 

Update 11.06 Uhr: Neue Details zum SEK-Einsatz an der Lohmühlenstraße. Nach Informationen unserer Zeitung waren am Morgen Polizisten damit beschäftigt, Cannabis-Pflanzen aus dem Gebäude zu tragen. Das THW entsorgte mehr als 100 Pflanzentöpfe. Die Polizei kündigt für heute eine weitere Mitteilung an. Die acht festgenommenen Tatverdächtigen sollen im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. 

Das Haus, in dem mutmaßlich eine Cannabis-Plantage betrieben wurde, befindet sich direkt neben der Westschule - einer Grundschule - und direkt gegenüber vom katholischen Kindergarten St. Joseph. Anwohner verfolgten am Morgen die Arbeit von THW und Polizei. 

Erstmeldung 9.45 Uhr: In der Nähe der Lüdenscheider Innenstadt - im Stadtteil Ramsberg - kam es am frühen Dienstagmorgen gegen 5 Uhr zu einem SEK-Einsatz, in dessen Verlauf die Einsatzkräfte insgesamt acht Personen vorläufig festnahmen. 

Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigten Staatsanwaltschaft Hagen und Polizei Märkischer Kreis am Morgen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Dem Einsatz waren umfangreiche Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorausgegangen. 

In der Lohmühlenstraße fand am Morgen ein SEK-Einsatz statt. 

Mit denDurchsuchungsbeschlüssen in der Hand rückte ein Großaufgebot am Morgen gegen 5 Uhr in der Lohmühlenstraße an. Da eine Bewaffnung der Tatverdächtigen nicht auszuschließen war, wurde ein Spezialeinsatzkommando eingesetzt.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden sieben Männer und eine Frau vorläufig festgenommen und Beweismittel sichergestellt. In dem Gebäude fanden die Einsatzkräfte unter anderem eine professionell betriebene Cannabisplantage. Zur Identität der Taverdächtigen lagen zunächst keine Informationen vor. Zur Sicherstellung einer Cannabisplantage wurde der THW mit hinzugezogen. Die Ermittlungen dauern an. 

Wir berichten weiter. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare