Einbruchbilanz: „Seit April mehr als ruhig“

Lüdenscheid - Der Bundesinnenminister und sein NRW-Kollege schlagen Alarm: Die Zahl der Einbrüche hat Rekordniveau erreicht und steigt weiter. Doch in Lüdenscheid ist es nach Auskunft der Polizei „seit Anfang April mehr als ruhig“.

Von Olaf Moos

Als die Behörde Anfang März die Statistik über die Entwicklung der Kriminalität in der Kreisstadt vorlegte, bewahrheitete sich die Befürchtung: Einbrecher suchen sich verstärkt Ziele in Lüdenscheid aus. Die Zahl der Delikte stieg von 319 im Jahr 2012 auf 340 im vergangenen Jahr. Gleichzeitig schmolz die Aufklärungsquote dramatisch zusammen. Im Bereich der Tageswohnungseinbrüche etwa von 14,6 auf 5,7 Prozent.

Der Aufwärtstrend bei den Deliktzahlen ist zunächst nicht nur gestoppt, sondern hat sich umgekehrt. Aktuelle Zahlen aus dem ersten Quartal des laufenden Jahres liegen zwar noch nicht vor. Doch Polizeisprecher Dietmar Boronowski sagt: „Der Märkische Kreis ist offenbar höchst unattraktiv für Einbrecher geworden.“

Ob das daran liegt, dass der Polizei im Ruhrgebiet zahlreiche Festnahmen im Milieu reisender Straftäter gelungen ist, die vom „Pott“ aus auch durchs Sauerland getourt waren, bleibt Spekulation. Ebenso wie die Frage, ob und wann die nächste Welle von Straftätern nach Lüdenscheid schwappt.

Vor allem aber polizeiliche Präventiv-Maßnahmen wie „Riegel vor“ oder verschärfte Kontrollen verdächtiger Fahrzeuge an Autobahnzufahrten oder ein intensiverer Blick auf vermeintliche Altmetallhändler – diese Instrumente werden laut Boronowski polizeiintern verstärkt mit dem Rückgang der örtlichen Einbruchsquote in Zusammenhang gebracht. „Unsere Maßnahmen greifen offenbar.“

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