Musiktheater Atze zeigt Härtling-Klassiker

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„Benn liebt Anna“ – auch noch, als sie ihn zu sich nach Hause einkädt. -

LÜDENSCHEID - Man leidet förmlich mit ihm. Vor allem die erwachsenen Zuschauer, die selbst Kinder in dem Alter haben oder hatten: Das Kindermusiktheater Atze aus Berlin zeigte gestern am späten Nachmittag im Kulturhaus „Ben liebt Anna“, angelehnt an den erstmals 1979 erschienenen Klassiker von Peter Härtling.

Es ist ein Stück, das Klischees und Vorurteile transportiert. Denn seit das Aussiedlermädchen Anna in Bens Klasse aufgetaucht ist, leidet sie unter den Anfeindungen der Klassenkameraden. Nur Ben hält zu ihr, die beiden (fast noch) Kinder erleben den Zauber ihrer erste Liebe. Mit wachen Augen haben die Musiker aus Berlin hingeschaut, haben das vorsichtige Annähern, die Sprachlosigkeit beim ersten Date aufgefangen, das ebenso heimliche wie übertriebene Benutzen von Vaters Herrenduft, den Spott des älteren Bruders. In kurzen Szenenfolgen, übersetzt in die heutige Welt der Heranwachsenden und mit wenigen Requisiten, dafür aber mit Liveband auf der Bühne hat Atze ein Stück geschaffen, das sich anzuschauen lohnt. - rudi

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