Diese Jungs gewinnen "Beat the Band" im Boxring

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Die Defected Heroes aus Menden haben "Beat the Band" für sich entschieden.

Lüdenscheid – Zweite Runde für Beat the Band, den Band-Contest der etwas anderen Art: In der Festhalle Hohe Steinert wurde am Freitagabend der Wettbewerb des Märkischen Kreises, des Vereins Kult-Städte in Zusammenarbeit mit Media4Web veranstaltet.

Die Band Defected Heroes belegte diesmal den ersten Platz mit 18 Punkten in der Finalrunde und sicherten als Preis einenAuftritt beim Stadtfest 2020 auf der Kult-Bühne. Die Band Ölspur erhielt 15 Punkte im Finale und suchte sich aus den drei Preisen für die Sieger die Musikvideo- oder CD-Prodution aus, woraufhin Ruhrschrei mit sechs Final-Punkten den Gutschein für die Firma Thomann erhielt. 

Die Idee zum Wettbewerb hatte 2018 die SPD-Kreistagsfraktion. In diesem Jahr erreichte die Veranstaltung insgesamt mit 160 Gästen noch ein paar Menschen mehr als im letzten Jahr. Wie schon 2018 traten im authentisch aufgebauten Boxring insgesamt sechs Bands in Paaren im Wechsel mit je drei Auftritten, also drei „Boxrunden“, musikalisch gegeneinander an, wobei jede Formation jeweils zwei Minuten lang spielen durfte. Im Anschluss beurteilte zunächst eine dreiköpfige Jury, bestehend aus der Musikerin Nancy Siskou, die im letzten Jahr eine von drei Preisträgern von „Beat the Band“ war, Musiker Heijo Buddemeier sowie dem Lüdenscheider Journalisten und LN-Mitarbeiter Björn Othlinghaus die Darbietungen.

Sie alle konnten pro Runde jeder drei Punkte, also insgesamt neun Punkte, vergeben – eine Neuerung gegenüber des letzten Jahres, wo die damals vier Jury-Mitglieder lediglich entschieden, ob sie für die rote oder die blaue Ecke votierten. Aber auch das Publikum hatte buchstäblich eine starke Stimme, mit der es oft sogar die Chance wahrnahm, die Jury-Entscheidung noch zu kippen.

Denn die Zuschauer stimmten per „Applausometer“ über ihre favorisierte Band ab. Für die Formation, bei der der lautere Applaus gemessen wurde, gab es noch einmal vier Punkte on Top zu den Jurypunkten dazu. Ausgespielt wurde eine Vorrunde mit drei Paarungen, bei der zwei Formationen ausschieden, sowie das Finale mit insgesamt vier Bands.

In den Battles der Vorrunde traten die Bands Delirium mit Sängerin Carmen Klughardt und die rockig-funkige Altenaer Formation Ölspur gegeneinander an, in Runde zwei lieferten sich Überladen aus Hagen, die mit ihrem deutschen Punk-Rock in der Tradition der Toten Hosen stehen, sowie die Band Ruhrschrei mit ihrem stimmgewaltigen Sänger Christian, ebenfalls mit ehrlichem Punk-Rock, ein Battle auf Augenhöhe, den Ruhrschrei mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden konnte. Bei dem dritten Wettbewerb der Vorrunde zwischen den späteren Gewinnern, der Formation Defected Heroes aus Menden, die bereits im letzten Jahr am Band-Contest „Beat the Band“ teilnahmen, sowie der Alternative-Formation Complicated, kam es dann angesichts der Jury-Entscheidung zu Protesten im Publikum.

Da sich zwei Jury-Mitglieder dazu entschieden hatten, den Defected Heroes aufgrund ihres kraftvollen und hochprofessionellen Spiels, gepaart mit Power und Spielfreude, die vollen drei Punkte zu geben, erhielten Complicated lediglich einen Jury-Punkt. Laute Buh-Rufe und Proteste am Jury-Tisch waren die Folge. Dafür konnten sich Complicated der Solidarität des Publikums sicher sein, und die Formation erhielte die vier Publikumspunkte, wobei die Gesamtpunktzahl jedoch nicht mehr für ein Weiterkommen reichte.

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