Lüdenscheider übernehmen Werk in Haan

Screwerk-Konzept als Erfolgsmodell

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Screwerk-Gründer Alexander Hoffmann (links) und Heiko Schlabach setzen auch im Werk Haan auf Digitalisierung.

Lüdenscheid - Mit dem Anspruch, „alte Produktionsstätten wieder wettbewerbsfähig“ zu machen, dehnt der Lüdenscheider Betrieb Screwerk sein Geschäftskonzept weiter aus: Die Lüdenscheider haben die Möhling-Produktionsstätte für Nieten und Verbindungsteile in Haan mit allen Mitarbeitern übernommen. „Mit einem neuen Konzept, das den Prozess des alten Produktionsstandortes durchgängig digitalisiert, macht das Innovationsunternehmen die unwirtschaftliche Fabrik wieder zukunftsfähig“, erläutert das Unternehmen diesen Schritt. Damit beschäftige Screwerk nun an den vier Standorten Lüdenscheid, Haan, Köln und Boston mehr als 50 Mitarbeiter.

Das Unternehmen mit Sitz an der Lösenbacher Landstraße, das zuletzt in einem Focus-Ranking als „Spitzenreiter unter den E-Commerce-Unternehmen“ bewertet wurde (wir berichteten), hat sich seit 2014 als Spezialist für die Verfügbarkeit von Schraubensortimenten etabliert. Ihre Marktnische fanden die beiden Geschäftsführer Alexander Hoffmann und Heiko Schlabach darin, Schrauben auch in Kleinstmengen weltweit zu liefern. Inzwischen produziert man auch selbst und entwickelt das Geschäftsmodell kontinuierlich weiter.

Dabei sieht man Potenzial, das eigene Erfolgskonzept auf andere Betriebe, die sich auf kleinteilige Produkte spezialisiert haben, zu übertragen. Heiko Schlabach erläutert in einer Mitteilung des Unternehmens die Vorgehensweise: „Wir werden das Werk von der Auftrags- auf Sortimentfertigung umstellen, die gesamte Warenverwaltung digitalisieren und die Waren zentral über unsere Online-Plattform vermarkten. Das Einzigartige daran ist, dass wir mit eigens dazu entwickelter Hard- und Software den gesamten Prozess durchgängig und lückenlos abbilden können.“

„Haan ist für uns ein Showcase, wie so etwas funktionieren kann,“ sagt Geschäftsführer Alexander Hoffmann, „eine ganz spannende Geschichte“. Und die erweitert das Geschäftsmodell des „Industrie-4.0-Pioniers“ zu einer „unternehmerischen Mission“. Hoffmann: „Mit unserem innovativen Geschäftsmodell sehen wir uns als Gestalter der Reindustrialisierung und Experten in der digitalen Transformation von Betriebsstätten.“

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