Science-Slam am 2. Oktober wird mit den „Lichtrouten" vernetzt

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Marian Heuser moderiert wieder den „Science-Slam“.

LÜDENSCHEID - Es sind die vielen stillen Helfer. Diejenigen, die lieber im Hintergrund arbeiten und nur zum „offiziellen Pressefoto“ zusammenrücken. Diejenigen, die unkompliziert den Besen in die Hand nehmen, für Strom sorgen, wo keiner ist, den Bagger mitbringen, wenn er gebraucht wird – und ohne die ein Großereignis wie die „Lichtrouten“ nicht möglich wäre.

Am Mittwoch beispielsweise richtete die Helfercrew die ehemalige Damrosch-Holzhandlung her, damit vom 27. September bis zum 6. Oktober „niemand versehentlich auf einen Nagel tritt“, wie es „Lichtrouten“-Kurator Tom Groll salopp formulierte.

Unterstützung bekam das „Lichtrouten“-Team bei Damrosch von „Handwerk 4“, Hof und Garten, Elektrotechnik Günther und Gerüstbau Matschulat. Dafür, dass am Abend des 27. September alles strahlt, sorgen darüber hinaus Lang Medientechnik und Panirama. „Ohne dieses Gefüge geht es nicht“, zollt Groll vor allem den Handwerkern großes Lob. Zum Teil habe man sich gesucht, zum Teil gefunden. Im Gegensatz zu den Anfängen der „Lichtrouten“ habe man inzwischen ein nicht mehr so zusammengewürfeltes Team. „Viele der vorbereitenden Arbeiten sieht man ja gar nicht“, ergänzt Jörg Marré (Stadtmarketing), „der Etat, den wir zur Verfügung haben, sieht nur immer so hoch aus.“

„Licht“ wird auch das Thema des Science-Slams am 2. Oktober im Kulturhaus sein. Denn auch dort ist man Teil des Netzwerks, das die „Lichtrouten“ in diesem Jahr begleitet – was ist Licht, was macht Licht, gibt es Licht, das es eigentlich nicht gibt?

Vier Beträge stehen für den Science-Slam bereits fest. Obwohl, so gibt Kulturhausleiter Stefan Weippert mit einem Augenzwinkern zu, er sich nie wieder bei der Organisation eines Science-Slams auf ein bestimmtes Thema festlegen lassen will. Es sei schwierig gewesen, Slam-Beiträge zum Thema „Licht“ zu bekommen.

Bereits im vergangenen Jahr feierte der Science-Slam unter dem Thema „Die Weltmaschine“ eine bemerkenswerte Premiere. In diesem Vortragswettkampf stellen sich mehrere Wissenschaftler dem Urteil der Besucher: In jeweils zehn Minuten gilt es, das eigene Thema in einem Vortrag informativ, verständlich und unterhaltsam zu präsentieren.

Als Anschauungsmaterial ist dabei alles erlaubt, was gemeinsam mit dem Slammer auf die Bühne passt. Wer diesen Vortragswettkampf gewinnt, entscheidet schließlich das Publikum. Die Moderation hat wieder der geborene Lüdenscheider Marian Heuser übernommen.

Im vergangenen Jahr ging der Frankfurter Physiker Sascha Vogel siegreich aus dem Wettstreit um Worte hervor. Vogel hatte physikalische Ereignisse in den Hollywood-Filmen „Spiderman“, „Ice Age“ und „Der Fluch der Karibik“ auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Er wird auch diesmal wieder in Lüdenscheid erwartet.

Fest stehen inzwischen auch Beiträge von Prof. Dr. Rolf Larisch (Lüdenscheid), Dipl. Ing. Dieter Polle (Lüdenscheid) sowie Dr. Amitabh Banerji (Wuppertal), die sich allesamt um „Licht“ drehen. Fünf Beiträge, so Weippert, seien das Ziel. Damit könne man einen schönen Abend bestreiten: „Die Leute meinen ja oft, sowas würden sie sowieso nicht verstehen, aber diesen Wissenschaftlern macht es richtig Spaß, den Leuten diese komplexen physikalischen, biologischen oder chemischen Zusammenhänge mal amüsant zu verdeutlichen.“

Platz für 200 Gäste habe man im Bühnensaal: „Vorsichtshalber haben wir aber auch den großen Saal geblockt. Dann haben wir mehr Platz, falls der eine oder andere im Rahmen der ,Lichtrouten’ gern kommen möchte.“ Gearbeitet wird an dem Abend viel mit Licht, Karten sind für acht Euro, ermäßigt vier Euro, bereits an der Theaterkasse zu haben. - Jutta Rudewig

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