Geschäftsführer seit 2006 im Amt

Schwilk verlässt Klinikum: "Beruflich verändern"

Dr. Bernhard Schwilk wird das Klinikum verlassen.

Lüdenscheid - Dr. Bernhard Schwilk, medizinischer Geschäftsführer der Märkischen Kliniken, will sich beruflich verändern. Deshalb wird er die Kliniken im Laufe des nächsten Jahres verlassen. Wann genau, hängt davon ab, wie schnell ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet werden kann.

Lesen Sie auch:

Schlimme Diagnose für Krankenhäuser

Seinen Wunsch teilte der 61-Jährige am Mittwochabend dem Aufsichtsrat mit. Er habe seit 2007 die Restrukturierung der Kliniken mit angeschoben, die wichtigen Projekte auf den Weg gebracht und den kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Günter Peters eingearbeitet, teilte er zu den Gründen mit, weshalb es nunmehr Zeit für neue berufliche Herausforderungen werde. Dr. Bernhard Schwilk ist seit Juli 2006 Geschäftsführer der Märkischen Kliniken.

„Der Wunsch von Dr. Schwilk hat uns überrascht, aber wir respektieren ihn“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzender der Märkischen Kliniken und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Detlef Seidel. „Wir sind ihm sehr dankbar für seinen großen Einsatz bei der schwierigen, aber notwendigen Neuorganisation in Zeiten immer schwerer werden Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser.“

Allerdings waren auch die Rahmenbedingungen für Dr. Schwilk seit Monaten im Sinkflug. So mussten die Millionendefizite für 2011 und 2012 häufiger nach oben korrigiert werden, was in Teilen der Politik zu einem wesentlichen Teil Dr. Schwilk angelastet wurde. Das Überleben der kreiseigenen Krankenhausgesellschaft wurde im März durch eine Beteiligung der Märkischen Kommunalen Wirtschafts-GmbH (MKG) in Höhe von 25 Millionen Euro gesichert. Außerdem beschloss der Kreistag eine Ausfallbürgschaft für den Gesundheits-Konzern für eine Kreditlinie bis zu einem Höchstbetrag von zehn Millionen Euro. Anfang des Jahres hatte der ehemalige Klinikdirektor Prof. Dr. Gerfried Giebel für erhebliches Aufsehen mit seiner Kritik gesorgt, der Geschäftsführer torpediere gut laufende Prozesse und demotiviere mit falschen Ideen die Mitarbeiter von der „Putzfrau bis zum Chefarzt“.

Gerade seine „Ecken und Kanten“ hätten dem Haus gut getan, so Angelika Machelett, SPD-Vorsitzende der Kreistagsfraktion. Dem Klinikum habe er in den vergangenen Jahren sehr wohl wichtige Impulse gegeben. Kurz und knapp kommentierte FDP-Chef Axel Hoffmann die Personalie: „Ich nehme die Tatsache zur Kenntnis – mehr sage ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare