Schwierige Suche nach Schulleiter geht weiter

Auch nach einer Fristverlängerung hat sich niemand gemeldet, der die Leitung der Knapper Grundschule übernehmen will.

LÜDENSCHEID ▪ Als Ingrid Hedemann, Leiterin der Tinsberger Grundschule, nach den Sommerferien 2010 kommissarisch die Leitung der Knapper Schule übernahm, gingen alle Beteiligten von einer vorübergehenden Lösung aus.

Doch ein Ende der angespannten Situation ist nicht in Sicht. Susanne Wessels, bei der Schulaufsicht im Märkischen Kreis zuständig für die Grundschulen, geht davon aus, dass die Stelle über die Bezirksregierung in Arnsberg neu ausgeschrieben wird. Die Bewerbungsfrist, die, wie berichtet, am Montag ohne eine einzige Bewerbung endete, werde um sechs Wochen verlängert. Gleichzeitig wird die Bezirksregierung Kontakt mit der Schulaufsicht aufnehmen, um Möglichkeiten zu finden, Ingrid Hedemann zu entlasten. Sie selbst wollte sich am Dienstag dazu nicht äußern: „Das liegt alles nicht in meiner Entscheidungskompetenz und außerdem handelt es sich um einen schwebenden Prozess, zu dem ich mich nicht äußere.“

Die Pädagogin hatte es in dem Jahr der kommissarischen Leitung der Knapper Schule besonders schwer, da an der Tinsberger Schule nur kurz nach der Übernahme der zusätzlichen Aufgabe der Konrektor die Schule verließ.

In anderen Lüdenscheider Schulen, an denen jeweils eine Lehrerin oder ein Lehrer ebenfalls zwei Einrichtungen leitet, gibt es nach Angaben von Schulverwaltungsamtsleiter Reinhard Merkschien an einer der Schulen wenigstens noch einen Konrektor, der dem doppelt belasteten Kollegen oder der Kollegin Arbeit abnehmen kann. Das gilt für Reinhard Hinz, der Leiter der Verbundschule Bierbaum und Kalve ist, sowie Birgit Hinz, die die Adolf-Kolping- und die Pestalozzi-Schule leitet; ebenso für Volker Hebbeler, der für die Schule Gevelndorf und den Teilstandort Hermann-Gmeiner verantwortlich ist, sowie für Berthold Lüke (Schöneck/Brügge). Konrektoren fehlen an der Wehberger- und an der Westschule. Die Personaldecke in Leitungsfunktionen ist dünn. Das gilt nicht nur für Lüdenscheid. Kommissarische Lösungen können nicht dauerhaft sein, denn: „Die Doppelbelastung bleibt nicht im Kittel hängen. Das geht an die Substanz“, sagt Reinhard Merkschien.

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