Prozessauftakt vor dem Landgericht Hagen

Schwerer Vorwurf: Brandstifterin soll Nachbarn nicht gewarnt haben

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Die Feuerwehr verhinderte in einem stundenlangen Einsatz, dass die Flammen auf benachbarte Wohngebäude übergreifen.

Heute (Dienstag) ab 9.30 Uhr muss sich eine 37-jährige Lüdenscheiderin wegen zweifachen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung vor dem Hagener Schwurgericht verantworten.

Lüdenscheid - Die Angeklagte soll am Abend des 3. August des vergangenen Jahres nach vorherigem erheblichen Amphetamin- und Alkoholkonsum ihre Wohnung an der Düppelstraße mit Kerzen in Brand gesetzt haben. 

Am Morgen dieses Tages habe sie zunächst die Wohnung ihres Freundes verwüstet, der sie daraufhin angezeigt habe. Am Abend habe die 37-Jährige schließlich in ihrer eigenen Wohnung herumliegende Kleidung mit Kerzen angezündet, sodass ihre Wohnung in Brand geraten sei.

Danach habe sie das Haus verlassen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit mehr als 70 Einsatzkräften bekämpfte stundenlang den Wohnhausbrand und verhinderte, dass dieses und das nebenstehende Gebäude zerstört wurden.

Alles zum Brand in der Düppelstraße hier

Weil die Angeklagte gewusst habe, dass in dem Haus zwei weitere Frauen wohnten, die durch den Brand hätten getötet werden können, wird ihr von der Staatsanwaltschaft versuchter Mord mit gemeingefährlichen Mitteln vorgeworfen. Die Angeklagte soll wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte vorbestraft sein. 

Derzeit befindet sie sich für das Verfahren in einer geschlossenen Klinik. Für die ihr vorgeworfene Tat sieht das Gesetz im Regelfall eine Freiheitsstrafe von drei bis 15 Jahren vor. Bei Annahme einer verminderten Schuldfähigkeit kommt auch eine mildere Strafe in Betracht. 

Die Verteidigung übernimmt der Lüdenscheider Rechtsanwalt Frank Peter Rüggeberg. Für das Verfahren sind laut Landgericht fünf Verhandlungstage bis zum 6. März angesetzt.

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