22-Jähriger wegen schwerer Straftaten vor Gericht

Lüdenscheid - Am Montag, 6. Oktober, beginnt am Landgericht Hagen vor der 1. großen Jugendkammer ein Prozess gegen einen 22-jährigen Dortmunder, dem schwere Straftaten zur Last gelegt werden, die er in Lüdenscheid begangen haben soll – unter anderem schwerer Raub.

Sein Verfahren ist quasi ein Nebenprodukt eines lange andauernden Strafprozesses, an dessen Ende vor einem Jahr ein 28-jähriger Deutsch-Russe zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt und noch im Gerichtssaal festgenommen wurde. Der Häftling ist der Bruder eines Mannes, den der jetzige Angeklagte wegen angeblicher Schulden aus Drogengeschäften verletzt und beraubt haben soll.

Schon im Prozess gegen den 28-Jährigen wurde deutlich, mit welcher Brutalität die jungen Männer innerhalb ihrer Szene aufeinander losgegangen sind. Ein Tatmotiv, Gegner zu misshandeln, zu entführen und auszurauben, war für den großen Bruder augenscheinlich Rache. Unter anderem soll der Angeklagte des am Montag beginnenden Prozesses dem jüngeren Bruder des Verurteilten einen glühenden Tauchsieder ins Gesicht gedrückt haben. Dafür muss er sich jetzt verantworten. - omo

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