Bürgerentscheid: Schwere Panne

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Dieter und Nathalie Löbel mit Töchterchen Clara präsentieren die Abstimmungsbenachrichtigungen, die eigentlich für andere Adressaten vorgesehen waren.

LÜDENSCHEID – Beim Versenden der Abstimmungsbenachrichtigungen für den Bürgerentscheid ist der KDVZ Citkomm eine schwere Panne passiert. Mindestens in zehn Fällen ging die Post an einen falschen Adressaten.

In den Umschlägen von Dieter und Nathalie Löbel steckten jetzt insgesamt zehn weitere Abstimmungsbenachrichtigungen, die eigentlich an Wahlberechtigte hätten gehen sollen, die an der Jahnstraße und an der Straße Am Westhang wohnen. „So etwas darf eigentlich nicht passieren, schließlich geht’s da auch um sensible Daten“, meinte Dieter Löbel. Und falls der Fehler beim Kuvertieren passiert sei, frage er sich schon, ob das ein einmaliger Ausrutscher oder vielleicht sogar häufiger passiert sei. Löbel: „Ein Geschmäckle hat’s auf jeden Fall.“

„Das ist schon ein starkes Stück.“

Rechtsdezernent Wolf-Dieter Theissen sah’s ähnlich: „Das ist schon ein starkes Stück.“ Verantwortlich für den Fehler seien aber nicht die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, sondern die der KDVZ Citkomm mit Sitz in Iserlohn, so Theissen. Die KDVZ, ein öffentlich-rechtlicher Zweckverband, habe das Kuvertieren und Versenden im Auftrag der Stadt übernommen, weil das Personal im Rathaus für diese Arbeit keine Zeit gehabt habe, so Theissen. „Wir hoffen natürlich, dass das ein einmaliger Ausrutscher war, aber mit Gewissheit können wir das nicht sagen.“ Gleichwohl werde er sich unverzüglich mit der KDVZ in Verbindung setzen und die Verantwortlichen auf die Panne aufmerksam machen.

Auswirkungen auf den Bürgerentscheid zum Mehrgenerationenspielplatz am 9. Mai werde der Vorfall nicht haben, so Theissen. „Alle wahlberechtigten Bürger, die bis Ende nächster Woche keine Abstimmungsbenachrichtigung erhalten haben, sollten sich an das Bürgeramt wenden, aber im Grunde genommen hat jeder Bürger nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich selbst mit einem Blick ins Wählerverzeichnis davon zu überzeugen, ob er dort registriert ist.“

Dickes Kompliment an Ehepaar Löbel

Dem Ehepaar Löbel machte Theissen ein dickes Kompliment: „Schön, dass die Löbels sich gleich im Rathaus gemeldet haben. Theoretisch hätten sie die Panne einfach ignorieren können. Jetzt können wir den Fehler immerhin korrigieren.“

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