„Schwejk“ bald ohne Pächter: Nachfolger gesucht

LÜDENSCHEID - Ende 2013 wird das Pächter-Ehepaar Ralf und Silvia Seidler das Wirtshaus „Zum Schwejk“ aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Das verwinkelte Gemäuer mit dem mehr als 270 Jahre alten Bruchsteinmauerwerk und den urigen Gasträumen mit Tonnengewölbe und Holzbalkendecken war zuvor 30 Jahre lang (bis Ende 2008) Lebensmittelpunkt der Pächter- Familie Köster.

Die Bäckerfamilie Strunk hat bis 1976 in dem alten Haus Brot gebacken und gewohnt. Als „Vorreiter“ der Altstadtsanierung wurde 1978 am Kirchplatz 1 das Wirtshaus „Zum Schwejk“ geboren. Den Architekten Matthies und Hansen ist es zu verdanken, dass die Häuser der Altstadt erhalten blieben und restauriert wurden.

Das in der Denkmalliste eingetragene Objekt bildet einen Teil der alten Kirchplatzbebauung, die aus der Zeit nach dem Stadtbrand von 1723 stammt. Das Gebäude Kirchplatz 1 wurde im Jahr 1731 auf den Kellermauern aus der Zeit vor dem großen Stadtbrand erbaut. Das Haus steht mit der verschieferten Giebelseite zur Alten Rathausstraße, die Rückfront liegt an der Herzogstraße. Zur Haustür führt eine hohe Freitreppe. Vor dem Saal im Obergeschoss liegt der Freisitz der Gaststätte mit Blick auf die Erlöserkirche, die historischen Häuser am Kirchplatz und die obere Wilhelmstraße.

Der „Schwejk“ ist bekannt für typische Lüdenscheider Gerichte, „Hausmannskost“, deftige und internationale Küche. Viele Vereine, Gruppen, Firmen und Familien haben hier ihre Festlichkeiten oder Treffen ausrichten lassen, überwiegend als Stammgäste und dem Haus in besonderer Weise verbunden.

Reinhold Zimmerman, Eigentümer seit 1984, sucht Nachfolger, die ein Gastronomie- Konzept mit Liebe zu dieser urigen Altstadt-Gaststätte fortsetzen. Ein branchenerfahrenes Paar, das den Schritt in die Selbstständigkeit wagen will, würde Zimmermann gerne hilfreich begleiten. Auch die Nutzung des alten Backofens wäre denkbar. Vorschläge und Ideen werden gerne aufgegriffen. Auf jeden Fall stehen Renovierungsund Optimierungsarbeiten an.

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