Schweigeminute für Opfer der Katastrophe

Auch Lehrerinnen und Lehrer des Bergstadt-Gymnasiums beteiligten sich am Freitagmorgen an der Schweigeminute für Japan und hielten im Lehrerzimmer betroffen inne.

LÜDENSCHEID ▪ Ausdruck der Trauer und der Verbundenheit mit den Menschen in Japan: Zahlreiche öffentlich Bedienstete haben am Freitag eine Schweigeminute eingelegt. Damit folgten sie einem Aufruf des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, der „ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls“ setzen wollte.

Besonders auffällig war die Teilnahme an der Aktion auf Lüdenscheids Straßen. Denn pünktlich um 9.30 Uhr stellten alle Busfahrer der MVG, die gerade an einer Haltestelle gestoppt hatten, den Betrieb für eine Minute ein, verließen teilweise ihre Wagen und verkauften keine Fahrkarten. Auch die Kontrolleure schlossen sich an.

In der Sparkassen-Hauptstelle und 18 Filialen ruhte das Geldgeschäft für eine Minute. Der Vorstand hatte die Kunden per Tischaufsteller zuvor über die Aktion informiert. Die Schweigeminute stieß bei den Kunden allgemein auf Verständnis. Über Proteste am Schalter wurde nichts bekannt.

Am Bergstadt-Gymnasium verstummte im Lehrerzimmer während der großen Pause eine Minute lang der Austausch zwischen den Lehrerinnen und Lehrern. Schulleiterin Annette Meyer überließ es anschließend ihren Kolleginnen und Kollegen, wie und ob sie im Unterricht mit den Kindern und Jugendlichen die Katastrophe in Japan aufarbeiten. „Das muss sehr sensibel geschehen und das bleibt jedem überlassen“, sagte Meyer.

Die NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung, Sylvia Löhrmann, hatte alle Schulen mit einem Schreiben darin bestärkt, selbstständig und verantwortungsvoll mit den Ereignissen in Japan umzugehen.

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