Schwarzkopf sauer auf AKK: "Reaktion nicht akzeptabel"

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Ralf Schwarzkopf, Vorsitzender der Ortsunion

Lüdenscheid - „Diese Reaktion ist nicht akzeptabel.“ Mit diesem Satz reagierte Ralf Schwarzkopf als Vorsitzender der Ortsunion auf eine Äußerung von Annegret Kramp-Karrenbauer, die Regeln für Meinungsmache im Internet in Wahlkampfzeiten ins Gespräch gebracht hatte.

Die Unions-Chefin bezog sich dabei auf das rund einstündige Video des Youtubers Rezo, der darin aufgerufen hatte, weder CDU/CSU noch SPD oder AfD zu wählen. Schwarzkopf: „Das klingt jetzt im Nachgang nach beleidigter Leberwurst.“ Die Union habe derzeit ohnehin einen schlechten Stand bei der jungen Generation, so Schwarzkopf weiter. 

Mit der Diskussion zu „Upload-Filtern“ und den Beschimpfungen von Demonstranten ließe sich „kein Blumentopf“ gewinnen. „Wir haben in der Kommunikation ein echtes Problem.“

 Die zu verbessern sei jetzt eine zentrale Aufgabe von Generalsekretär Paul Ziemiak. „Wir sind auf einem Kommunikationskanal blind und taub. Die CDU ist auf diese Herausforderung organisatorisch noch nicht eingerichtet. Wir müssen auch im Netz angemessen auftreten und reagieren können.“ Der CDU-Vorsitzenden müsse man zugestehen, dass die Nerven blank liegen. 

„Ich glaube nicht, dass sie das so gemeint hat“, aber mit dem Anspruch auf das Kanzleramt seien solche Reaktionen überflüssig. Grundsätzlich müsse man aber sehr wohl über Regeln im Internet nachdenken, forderte Schwarzkopf. So seien Manipulationen durch Social Bots, die unkontrolliert Stimmung machten, mitverantwortlich für Trumps Erfolg oder die Brexit-Debatte.

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