Die Lage in Lüdenscheid

Wer schwarz grillt, wird viel Kohle los: Das ist beim Grillen erlaubt - und das nicht

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Das Grillen auf dem eigenen Grundstück ist erlaubt, es sei denn es ist im Mietvertrag ausdrücklich verboten oder die Nachbarn fühlen sich vom Qual gestört.

Lüdenscheid - Wann und wo ist das Grillen in Lüdenscheid erlaubt? Was schreibt das Gesetz vor? Wie ist es mit dem Grillen auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten? Und wie hoch ist die Strafe bei einem Verstoß? Eine Übersicht.

Erst der Frühsommer im April und dann der ernüchternde Temperatursturz Anfang Mai. Doch jetzt wird es endlich wieder warm. Marinierte Köstlichkeiten liegen in den Theken der Metzgereien. Der Geruch von frisch gegrillter Bratwurst liegt dem ein oder anderen Grill-Fan schon wieder in der Nase. 

Laut des Statistik-Portals Statista grillen 95,8 Prozent der Deutschen im Sommer gerne. Doch wann und wo ist das Grillen in Lüdenscheid erlaubt? Was schreibt das Gesetz vor? Und wie ist es mit dem Grillen auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten?

 Jede Stadt oder Kommune verfügt über eine eigene Verordnung. „Allerdings ist davon auszugehen, dass das Grillen in der Öffentlichkeit verboten ist, es sei denn ausgezeichnete Plätze weisen auf das Gegenteil hin“, sagt Frank Ruffer, Mitarbeiter der Stadt Lüdenscheid im Fachdienst Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. 

„In Lüdenscheid sind keine öffentlichen Grillplätze vermerkt“, fügt er hinzu. In der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Lüdenscheid heißt es in § 4, dass das „Feuer anzuzünden oder Grillgeräte gebrauchen“ auf Verkehrsflächen oder in Anlagen ausdrücklich untersagt sei.

 „Wer gegen diese Verordnung verstößt, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro des Ordnungsamts rechnen“, sagt Frank Ruffer. Ihm seien in Lüdenscheid keine Verstöße aus der Vergangenheit bekannt. 

Für das Grillen auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten ist die Stadt nicht zuständig. Grundsätzlich ist das Grillen auf privatem Grundstück erlaubt. Laut dem Deutschen Mieterbund (DMB) gelten jedoch zwei Ausnahmen:

  • „Ist im Mietvertrag ausdrücklich das Grillen auf Balkon oder Terrasse verboten, müssen sich Mieter daran halten. 
  • Aber auch ohne entsprechende Regelung im Mietvertrag darf dann nicht gegrillt werden, wenn Rauch in Nachbarwohnungen zieht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Grill auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten steht. Bei wesentlichen Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder dichten Qualm liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.“

Der Deutsche Mieterbund empfiehlt, das Grillen frühzeitig den Nachbarn anzukündigen, damit diese ihre Balkontüren und Fenster schließen können. 

Zudem sollte der Grillabend spätestens um 22 Uhr beendet werden, um die Nachtruhe zu wahren. 

Auch der Umstieg von einem Holzkohlegrill auf einen Elektrogrill und, wenn möglich, das Benutzen von Aluminiumschalen für eine geringe Qualmentwicklung, werden die Nachbarn danken.

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