„Schwalbenfreundliches Haus“ mit 60 Nestern

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Mechthild Wetter (2.v.l.) begrüßte die Kinder der Naturschutzjugend und bedankte sich für die Auszeichnung – die Jungen und Mädchen freuten sich, sich den Kuhstall und die Nester ansehen zu dürfen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Zahlreiche Schwalben schwirren durchs Oedenthal, rund um den Kuhstall der Familie Wetter. Etwa 60 Nester gibt es an und im Gebäude – mehr als Grund genug für den Naturschutzbund (Nabu) Märkischer Kreis, Mechthild und Wolfgang Wetter die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ zu verleihen.

Nabu-Jugendreferentin Sandra Schulz war mit der Lüdenscheider Gruppe der Naturschutzjugend (Naju) im Oedenthal, damit die Kinder sich dieses regelrechte Paradies für Schwalben ansehen konnten. Denn es sei ungewöhnlich, dass an einem Haus sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben nisten. Während Rauchschwalben immer in Scheunen oder Ställen ihre Nester bauen, findet man die filigranen Gebilde der Mehlschwalben immer außen an Gebäuden, direkt unter dem Dach, erklärt Sandra Schulz.

Um ihre höhlenartigen Nester bauen zu können, brauchen sie Wasser und Lehm – beides gibt es in der Nähe des Hofes der Familie Wetter. Dazu ist ein rauer Untergrund förderlich, damit die Nester an der Mauer haften. Aber nicht zuletzt braucht es vor allem Menschen, die die Schwalben an ihren Gebäuden dulden, betonte Sandra Schulz. Viele Hausbesitzer stört der Vogelkot – der bei einer solchen Masse an Nestern nicht zu unterschätzen sei. Dazu sagt Mechthild Wetter: „Ich mache einfach immer wieder sauber.“ Sie freut sich über die Auszeichnung. ▪ gör

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