Stadtverwaltung reagiert

Schutz vor Messerangriffen: Lüdenscheid rüstet Mitarbeiter mit Schutzwesten aus

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Um sie vor Angriffen zu schützen, rüstet die Stadt ihre Mitarbeiter mit Schutzwesten aus.

Lüdenscheid – Städtische Mitarbeiter im Außendienst sollen künftig besser geschützt werden. Die Stadt Lüdenscheid schafft daher Stichschutzwesten an. Die Gründe:

Die Stadt will ihre Außendienstkräfte, die im Auftrag des Rechts- und Ordnungsamtes auf Lüdenscheids Straßen unterwegs sind, mit Stichschutzwesten ausrüsten. Das ist die Reaktion auf den zunehmend respektlosen und teils aggressiven Umgang von Teilen der Bevölkerung mit Einsatzkräften.

Ganz so weit wie andere Kommunen will die Kreisstadt aber nicht gehen, bestätigt Stadt-Pressesprecher Sven Prillwitz auf Anfrage von come-on.de. Die Verwaltung in Wuppertal etwa hat laut Medienberichten ihre Streifen schon vor zehn Jahren mit Schlagstöcken ausgerüstet. 

Und Dortmund schafft für seine Außendienstler demnach aktuell für 11.000 Euro 46 Schlagstöcke mit Halterungen an. Im Preis enthalten sei auch eine Schulung im Umgang mit den Stöcken, heißt es.

Handschellen gehören bereits zur Ausstattung der Außendienstmitarbeiter.

In Lüdenscheid sind die städtischen Außendienstler derzeit mit Pfefferspray und Handschellen unterwegs, um sich im Notfall wehren und schützen zu können. Doch das reicht angesichts der Erfahrungen des Personals offenbar nicht mehr aus. Deshalb sollen stichfeste Schutzwesten angeschafft werden, um auch vor Messerattacken besser gesichert zu sein.

Auch Pfefferspray haben sie dabei.

Der Kauf von Schlagstöcken für die Außendienstler in Lüdenscheid spielt in den Erwägungen der Stadtverwaltung laut Sven Prillwitz zurzeit wegen eines zu großen Aufwandes keine Rolle. „Dazu wären regelmäßige Schulungen nötig“. 

Die Mitarbeiter der kürzlich ins Leben gerufenen Müllstreife, die vor allem an Wertstoffsammelstellen oder Ablageorten für Sperrmüll für Ordnung sorgen soll, wird zunächst auch weiterhin ohne Abwehrmittel ihren Dienst tun.

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