Nicht jeder hat bisher die Soforthilfe erhalten

Zum Schutz vor Corona: "Nebel" befreit Fitnessstudio im MK von Keimen

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Steffen Levin (links) und Jens Ellermann von der Fitness Factory warten weiterhin auf die Soforthilfe.

Lüdenscheid - Seit dem 11. Mai durften die Fitnessstudios in Lüdenscheid ihre Pforten wieder öffnen. Was hat sind seitdem verändert und wie läuft der Betrieb aktuell? Dies und mehr erfahren Sie hier:

Seit dem 11. Mai durften die Fitnessstudios in Lüdenscheid ihre Pforten wieder öffnen. Über acht Wochen stand der Betrieb komplett still. Doch wie sieht es jetzt in den Sportstätten aus? Kommen die Besucher zurück? Wie ist der erste Schritt in Richtung Normalität gelungen? Und wie soll es weitergehen? Die LN-Redaktion hat bei verschiedenen Betreibern nachgefragt. 

Fitness Factory
An der Altenaer Straße boomt das Geschäft wieder, was Inhaber Steffen Levin als Lohn der intensiven Arbeit während und auch nach der Corona-Schließung sieht: „Wir sind jetzt wieder ein bisschen im Stress. Selbst die älteren Menschen, die ja zur Risikogruppe gehören, haben das Training wieder aufgenommen. Es gab viele Komplimente für unsere Arbeit und Rückbuchungen haben wir kaum zu verzeichnen.“ Um für einen noch höheren Infektionsschutz zu sorgen, haben Levin und Mitinhaber Jens Ellermann eine außergewöhnliche Maßnahme ergriffen, wie Levin sagt: „Wir haben uns eine Kaltvernebelungsmaschine gekauft. Die wird sonst in OP-Sälen benutzt, um den Raum steril zu machen.“ Zwei Mal pro Woche würde das gesamte Fitnessstudio mit dem „Desinfektionsnebel“, wie Levin es beschreibt, gereinigt und allen möglichen Keimen befreit. „Durch diesen Nebel werden auch unsere Luftfilter mitdesinfiziert. Somit haben gleich einen doppelt guten Effekt“, freut sich Levin, der mit einer Ausnahme nur Gutes berichten kann. „Auf die Soforthilfe warten wir immer noch.“ 

Eine Menge Desinfektionsmittel kommen in der Fitness Factory zum Einsatz.

Feelgood!
„Bei uns ist es noch sehr ruhig“, sagt Andreas Radtke, Betreiber des „Feelgood!“. Radtke spüre noch eine allgemeine Verunsicherung bei den Sportlern, sagt aber auch: „Wenn die Leute dann bei uns sind, sind sie überrascht, wie normal es bei uns läuft.“ Auch wenn in seinem Fitnessstudio noch kein großer Ansturm zu verzeichnen ist, setzt er darauf, dass sich dieser Zustand während der Sommerferien ändert. „Gerade in so einer Zeit, wie wir sie jetzt haben, ist es wichtig, sich zu bewegen. Vielleicht wird Fitness ja eine Alternative zum Urlaub.“ 

Herakles Gym
Im kleinsten und ältesten Fitnessstudio der Stadt spielen die Hygienemaßnahmen weiterhin keine große Rolle. „Wir beweihräuchern uns mit Desinfektionsmittel und die einzige Risikoperson bei mir im Laden bin ich selbst“, geht Dieter Geck gewohnt mit einer gehörigen Portion Humor mit der Krise um. Nach dem Kontrollbesuch des Ordnungsamtes musste Geck zwar die Anwesenheitsliste nachrüsten, im Allgemeinen sei aber alles super gelaufen. „Ich sehe zu, dass nicht mehr als fünf, sechs Personen gleichzeitig da sind. Bisher musste ich noch nie jemanden rausschicken.“ 

Turboschnecken
Auch bei den Turboschnecken, Lüdenscheids größtem Sportverein, ist der Betrieb im Fitnessstudio wieder angelaufen. „Die ersten zwei Wochen war es noch sehr verhalten. Jetzt haben sich die Leute daran gewöhnt und wir haben überhaupt keine Probleme“, berichtet die 1. Vorsitzende Brigitte Klein. Die Trainingszeit sei auf 75 Minuten reglementiert worden und die Duschen sowie Umkleiden weiterhin geschlossen. Zufrieden zeigt sich Klein mit dem Verhalten der Sportler: „Die Leute halten sich an die Vorgaben."

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