Seit Mai meldepflichtig

Schusswaffen und Messer: Feuerwehren im MK schlagen Alarm wegen Übergriffen im Einsatz 

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Auch Schusswaffen wurden gegen die Einsatzkräfte eingesetzt.

Lüdenscheid - Die Leiter der Feuerwehren im Märkischen Kreis schlagen Alarm. Der Grund sind immer mehr Übergriffe auf Feuerwehrleute im Dienst. Dabei wurden die Kameraden sogar mit Schusswaffen und Messer bedroht.

Beunruhigende Nachrichten hatte Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck mit zur Dienstbesprechung der Leiter der Feuerwehren und deren Stellvertreter im Kreishaus gebracht.  

Rettungskräfte in Menden attackiert

"Es häufen sich die Übergriffe auf Einsatzkräfte auch bei der Feuerwehr. 97 sind mit der Einführung der Meldepflicht an das NRW-Innenministerium seit Mai vergangenen Jahres aktenkundig." 

Notfallkoffer und Beatmungsgerät gestohlen

Beleidigungen, Bedrohungen, Beschimpfungen und auch Schläge seien keine Seltenheit mehr. Das bestätigt auch Kreisbrandmeister Michael Kling. 

In Herscheid mit dem Messer bedroht

"Erst vorige Woche wurde ein Feuerwehrmann bei einer Brandwache anlässlich einer Veranstaltung in Herscheid mit dem Messer bedroht. Die Polizei wurde gerufen, die kam sogar mit einem Diensthundeführer und seinem Vierbeiner. Es wurden auch schon Schusswaffen gegen Einsatzkräfte gezogen."

Feuerwehrleute in Schalksmühle angepöbelt

Spatenstich für neues Rettungszentrum

Gute Nachrichten hatte dagegen  Landrat Thomas Gemke mitgebracht. "Nach drei Jahren Planung haben wir den Vertrag mit dem Generalunternehmen für die Errichtung des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrums auf Rosmart unterschrieben. Mitte Juni soll der erste Spatenstich erfolgen. Die Fertigstellung ist für April 2021 vorgesehen." 

Auch im Einsatz wurden Feuerwehrleute angegriffen. 

Im neuen Zentrum soll dann auch die Kreisleitstelle untergebracht werden. Ein besonderes Anliegen war es Gemke, den Wehrleitern für den vorbildlichen Einsatz ihrer Mannschaften Dankeschön zu sagen.

Die Wehrleiter der Feuerwehren im Märkischen Kreis trafen sich im Lüdenscheider Kreishaus zu ihrer Dienstbesprechung.

"Es war ein Jahr mit vielen Einsätzen, Waldbränden und überörtlicher Hilfe. Unsere Feuerwehren haben einen sehr guten Job gemacht. Wir sind da sehr gut aufgestellt. Geben Sie das bitte Ihren Leuten weiter."

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