Schulen waren gewappnet

Erster Schultag nach dem Lockdown im MK: Wie viele Schüler sind da?

Kein Vergleich zum Lockdown im Frühjahr. Diesmal waren Lüdenscheids Schulen in Wartestellung. Schon seit Freitag, spätestens seit dem Wochenende informierten die Schulleitungen über die Internetauftritte der Schulen die Eltern über die Corona-Beschlüsse.

Lüdenscheid – „Daher bitten wir Sie dringend, Ihr Kind, wenn möglich nicht zur Schule zu schicken und das Angebot des Distanzunterrichts in dieser Woche (14. bis 18. Dezember) wahrzunehmen. Sollten Sie die Betreuung Ihres Kindes erst noch organisieren müssen, können Sie auch ab Dienstag oder Mittwoch mit dem Distanzunterricht beginnen“, heißt es an der Grundschule Wefelshohl. „Ein Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht ist nicht möglich. Bitte geben Sie bei dem Wunsch nach Befreiung vom Präsenzunterricht auch an, ab wann dies stattfinden soll. Das ist ab jedem Tag in der kommenden Woche möglich“, heißt es auf dem Homepage der Grundschule Lösenbach.

StadtLüdenscheid
Landkreis Märkischer Kreis
Einwohner72.313 (Stand: 31.12.2019)

Heike Weiland-Günther, Rektorin der Knapper Schule, informierte bereits am Samstagvormittag über die Homepage die Eltern: „Aber wir kennen unsere Eltern, und wir wissen, wer dringend eine Notbetreuung braucht. Das sind eine Handvoll Kinder.“ Allerdings, sagt sie, seien auch viele Eltern froh, dass sie ihre Kinder jetzt nicht noch zusätzlich der (Corona-)Gefahr aussetzen müssen.

Erster Schultag nach dem Lockdown im MK: THR sieht sich „gut aufgestellt“

Ruhiges Fahrwasser auch an der Theodor-Heuss-Realschule. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Rektorin Christiane Langs-Blöink. Die 9er- und 10er-Klassen müssen in dieser Woche noch Klassenarbeiten schreiben: „Die kommen, schreiben ihre Arbeiten und gehen wieder. Aber das geht auch nicht anders. Für die Schüler dieser Jahrgänge geht’s ja auch um ‘was, die haben schon genug verpasst.“

Die Jahrgänge fünf bis sieben sind bereits auf Abstand gegangen. „Ich bin heute früh in allen Klassen gewesen. Zehn sitzen da im Präsenzunterricht und die anderen am Laptop oder Handy zuhause. Ich habe allen in die Kameras gewunken, das klappt an meiner Schule super. Wir haben Klaus Sonnabend als technischen Kopf abgestellt. Der geht dran längst und kümmert sich um eventuelle Probleme. Wir selbst als Lehrkräfte hatten bereits Fortbildungen in Technik und in Pädagogik. Wir sind ja schon stresserprobt. Heute Morgen haben wir uns um halb acht getroffen zur Dienstbesprechung – und jeder Tag ist ,try and error’. Aber insgesamt fahren wir den normalen Plan, und die Akzeptanz ist selbst bei den Jüngeren sehr hoch.“ Jeder THR-Schüler ist an einen Messengerdienst angeschlossen. Bereits am Freitag hat die Schulleiterin den ersten Elternbrief abgeschickt und auf die Neuregelung der Schulzeiten hingewiesen.

Auch bei den Kindertagesstätten geht man gelassen mit der Situation um. Ina Techel-Gromowski, Leitern der Kindertagesstätte Oeneking am Brukterweg, verzeichnete beispielsweise keine übermäßigen Nachfragen gestresster Eltern. „Alles ruhig“, kommentierte sie am Mittag auf Nachfrage.

Erster Schultag nach dem Lockdown im MK: Verstärkerfahrten noch im Einsatz

Bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft, die noch vor wenigen Tagen den Schulverkehr mit zusätzlichen Bussen entzerren wollte, war der Blick auf den nahen Lockdown und die Aufhebung des Präsenzunterrichtes am Montagmorgen Thema in der Dienstbesprechung. Aktuell fahre man noch nach dem Schulfahrplan, hieß es. Derzeit warte man bei der MVG auf die entsprechende schriftliche Verordnung. Danach müsse man überlegen und Gespräche mit den Schulen führen.

Auch die Verstärkerfahrten waren am Montag noch nicht ausgesetzt. Das Busunternehmen Manß war mit einem Gelenk- und einem Reisebus im Einsatz. „Ich bin heute Morgen ganz normal gefahren und habe bisher auch nichts Gegenteiliges gehört“, berichtet Manfred Manß, der als Geschäftsführer selbst hinter dem Steuer sitzt. „Unser Vertrag gilt bis Freitag. Ich hoffe, dass wir solange mit den Verstärkerfahrten auch im Einsatz sind.“

Rubriklistenbild: © Kerstin Zacharias

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