Ranzenkauf nur mit Kind

Das große Einkaufen vor dem Schulstart: Darauf achten die Eltern

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Beratung nehmen Eltern und Kinder in den Fachgeschäften gern an. Im Bild erklärt Leder Jaeger-Mitarbeiterin Sandra Rogalla dem angehenden Fünftklässler nur das richtige Tragen des ausgewählten Ranzens.

Lüdenscheid – Die Ferientage sind gezählt, der Start ins neue Schuljahr steht unmittelbar bevor. Vor allem Schulanfänger fiebern dem ersten Schultag entgegen. Dass die Schule beginnt, merken auch die hiesigen Fachgeschäfte, wo der Verkauf von Schulbedarf auf Hochtouren läuft. Schultüte, Ranzen, Hefte, Bücher, Schreib- und Malutensilien: Die Liste ist lang. Nach welchen Kriterien kaufen die Eltern ein? Die LN fragten nach.

Hochwertige Ranzen in Rucksackform sind im Bürofachmarkt Sasse gefragt. Nach wie vor sind pink und lila bei den Mädchen die beliebtesten Ranzenfarben, haben Manuela Mertins und Karola Mäckler festgestellt. Bei den Jungen sind eher die dunklen Farben angesagt.

Beim Kauf eines Schulranzens müsse man vor allem auf ergonomische und rückenschonende Gesichtspunkte achten, Manuela Mertins. „Das Kind muss beim Kauf des Schulranzens dabei sein“, rät sie allen Eltern. Wichtig sei, dass das Kind den Ranzen ausprobiert, um herauszufinden, welche Form die richtige für den kleinen Rücken ist. „Die Ranzen lassen sich über Riemen passgenau für jede Körpergröße einstellen.“

Immer mit den Kindern zum Ranzenkauf ins Fachgeschäft zu kommen, rät Manuela Mertins vom Bürofachmarkt Sasse.

Vor und nach dem Urlaub kaufen die meisten Eltern den neuen Ranzen. Vielfach erledigen sie die Schulbuchbestellung vor Ort gleich mit – und holen die Bücher nach dem Urlaub ab.

Recycelte Hefte auf Bestellung

Bei der Wahl der Hefte spielt der Umweltgedanke im Fachmarkt bislang noch keine große Rolle. „Wir haben nur die normalen weißen Schulhefte, wir haben keine recycelten Hefte“, erklärt Manuela Mertins. Auf Wunsch können recycelte Hefte allerdings bestellt werden. Dass nach unbedenklichen Prospekthüllen oder Uhu ohne Lösungsmittel gefragt werde, komme hingegen öfter vor.

Recycelte Hefte sind im Bürofachmarkt Sasse – im Bild Karola Mäckler – noch kein Thema. Auf Anfrage können sie jedoch bestellt werden.

Bei vielen Produkten geben die Listen der Lehrer, mit denen die Eltern in den Fachmarkt kommen, bereits Produkte ohne bedenkliche Inhaltsstoffe vor. Schultüten gibt’s bei Sasse nicht mehr, nur noch das dafür notwendige Bastelmaterial.

Auch Anspitzer für Linkshänder sind in den Fachgeschäften zu finden.

Bereits seit Februar läuft bei Leder Jaeger im Stern-Center das Einschulungsgeschäft. Brustgurt, Hüftgurt, gepolsterte Schultergurte und ergonomisch geformte Rückensysteme zeichnen die Schulranzen für die 1. bis 4. Klasse, die das Fachgeschäft vorrätig hält, aus. „Der Tragekomfort ist wichtig“, erklärt Mitarbeiterin Sandra Rogalla. „Die Kinder sind glücklich, wenn sie schöne Farben haben. Die Eltern sind glücklich, wenn sie Qualität haben.“

Sicherheit spielt eine große Rolle

Sicherheit spielt ebenfalls eine große Rolle, hat sie festgestellt. „Reflektoren sind ein wichtiges Thema.“ Ebenso der Gedanke der Nachhaltigkeit. Bei der Trendmarke, die Jaeger anbietet, sind die Ranzen aus PET-Flaschen hergestellt. „Der Umweltgedanke ist bei den Eltern angekommen.“ Auch bei den Farben der Ranzen habe sich viel getan. „Früher hatten wir für Mädchen viel. Heute gibt es auch viele schöne Jungenmotive.“

Ranzen sind heute schmal und tief

Zur Einschulung sind die Ranzen immer als Set mit zwei Etuis und Sportbeutel erhältlich. Kletties mit den Lieblingsmotiven der Kinder gibt es übrigens auch zum Austauschen. „Dann hat man im nächsten Schuljahr einen ganz neuen Ranzen.“ Was momentan viel gekauft werde, seien die Ranzen für das 5. und 7. Schuljahr. „Kurz vor den Ferien ist die stärkste Woche.“ Anders als früher seien die Ranzen heute schmal und tief.

Pastellfarben – ob beim Etui oder beim Füller – liegen bei McPaper im Trend.

Dass die Eltern auf Qualität achten, hat auch Helene Alles vom benachbarten Schreibwarenspezialist McPaper festgestellt. Bei Collegeblöcken werde auf dickeres Papier, das nicht durchscheint, geachtet, Collegeblöcke aus Recyclingpapier seien eher bei älteren Schülern ein Thema. Bei den Füllern, die die Kinder vor Ort ausprobieren können, seien derzeit Pastellfarben der Renner.

Wer nicht selber basteln möchte, findet auch im Einzelhandel noch eine große Auswahl an Schultüten.

Bei den Materiallisten der Lehrer seien vielfach bereits lösungsmittelfreie Produkte vorgegeben. Schultüten hat McPaper noch vorrätig. „Oft kaufen Oma und Opa oder Tante und Onkel die Schultüte“, erzählt die Filialleiterin. Als Motive seien die Eiskönigin, Spiderman, Star Wars oder König Fußball äußerst beliebt. Bereits seit März läuft der Schultüten-Verkauf.

Voll wird es in den Geschäften erfahrungsgemäß noch einmal an den ersten Schultagen, wenn alle die Materiallisten für die unterschiedlichen Fächer erhalten haben.

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