Pflegschaftsvorsitzende überrascht vom Elternbrief

Die Grundschule Schöneck.

LÜDENSCHEID ▪ Cornelia Kölz rückt in einer Stellungnahme als Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule Schöneck den Offenen Elternbrief an die Ratsparteien zurecht, in dem sich die Unterzeichner gegen eine Schließung des Standortes Schöneck ausgesprochen haben.

„Bei dem abgedruckten Elternbrief der Schönecker Eltern handelt es sich nicht um eine Stellungnahme der Schulpflegschaft. Herr von Ahlen ist mein Stellvertreter und hat im Alleingang gehandelt. Er hatte keine Befugnis, im Namen der Schulpflegschaft Erklärungen abzugeben. Sein Handeln erfolgte ausschließlich als eventuell betroffener Vater und nicht in offizieller Funktion.“

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Selbstverständlich seien die Eltern und Schüler des Standortes Brügge in ebensolchem Maße verunsichert. Eine Stellungnahme pro oder contra einen Standort könne nur unter Berücksichtigung aller relevanten Punkte erfolgen. Die Ortsbesichtigungen finden jedoch, wie berichtet, erst am 24. Januar statt.

„Viele Gründe sprechen allerdings für einen Erhalt des Standortes Brügge: alleine die Größe, die eine problemlose Unterbringung aller Schüler ermöglicht. Der Einzugsbereich von Brügge ist im Übrigen auch nicht kleiner als der von Schöneck. Das Problem der eventuell nicht mehr vorhandenen Fußläufigkeit betrifft die Brügger Kinder bei einer Schließung ebenso wie die Schönecker Kinder. Dies ist aus meiner Sicht daher kein Punkt, der Berücksichtigung finden kann. Viel wichtiger ist, dass das Raumangebot auch für die Betreuungsmöglichkeiten in Brügge deutlich besser ist.“

Schließlich ende der Schultag für die meisten Kinder nicht direkt nach dem Unterricht und es sei wichtig, den Kindern auch hier Qualität zu bieten, was auf zu engem Raum sicherlich fraglich sei. Brügge verfüge zudem über ein in die Schule integriertes Schwimmbad, welches zur Zeit nicht genutzt werde. Bei einer entsprechend hohen Schülerzahl wäre allerdings eine mögliche Wiedereröffnung denkbar. „Ich hoffe, dass hier eine faire Entscheidung getroffen wird, die sich ausschließlich an objektiven Kriterien orientiert.“

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