Schulpavillon bricht unter Schneemassen zusammen

LÜDENSCHEID – Vermutlich in der Nacht zu gestern ist ein Schulpavillon an der Grundschule Kalve unter den Schneemassen zusammengebrochen. Die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt Lüdenscheid (ZGW) hatte das Gebäude bereits zuvor vorsorglich gesperrt.

Dazu kam der glückliche Umstand, dass derzeit noch Schulferien sind. Anwohner hätten gestern Morgen die Feuerwehr verständigt, die nach kurzer Sichtung des Trümmerberges wieder abrückte, berichtete Frank Kuschmirtz von der ZGW. Der Trümmerberg wurde gestern vorläufig gesichert und sollte möglichst kurzfristig durch eine massive Stahlzaunkonstruktion gegen unbefugtes Betreten gesichert werden. Denn neben den Trümmern sorgt ein einsturzgefährdeter Dachrest weiterhin für Gefahr, wie ein hinzugerufener Statiker bestätigte. Strom und Wasser wurden vom Ordnungsdienst der Stadt kurzfristig abgestellt. „Das ist genau die Witterung, die solche Vorfälle auslöst“, nahm Frank Kuschmirtz zu den Ursachen des Einsturzes Stellung. Fatal wirke die Mischung aus Tauwetter und Frost, durch die die vorhandenen Schneemassen auf den Dächern immer weiter verdichtet würden. Kuschmirtz warb um Verständnis für weitere unumgängliche Sperrungen seitens der Gebäudeverwaltung. Niemand entziehe gerne Gebäude der öffentlichen Nutzung, doch es gelte: „Sicherheit geht vor.“ Objekte wie beispielsweise die große Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums blieben deshalb weiterhin gesperrt. Wegen der größtenteils vereisten Oberflächen auf den Dächern seien Aktionen wie im vergangenen Winter, als Dächer geräumt wurden, unwahrscheinlich, sagte Kuschmirtz.

Den Schulpavillon an der Kalve nannte der ZGW-Chef „ein ganz altes Ding“. Nichtsdestotrotz sei das Gebäude noch bis zu den Weihnachtsferien für den Unterricht genutzt worden.

Selbst Bürgermeister Dieter Dzewas habe sich nicht mehr erinnern können, wie lange dieser Pavillon dort schon gestanden habe, berichtete Kuschmirtz von einer ersten Reaktion des Stadtoberhauptes. Der Gebäudeschaden sei deshalb durchaus zu verschmerzen. Kosten würden lediglich für den Abriss und die Entsorgung der Altstoffe entstehen. Auch der Schaden für die Schule halte sich wohl in Grenzen: Die Raumsituation sei dort relativ entspannt.

Heute werden sich ZGW-Mitarbeiter, Statiker und Ingenieure, im Rathaus zusammensetzen, um über die aktuelle Lage an der Schnee- und Eislastenfront zu beraten. Diese Zusammenkünfte fänden regelmäßig statt, um der aktuellen Wetterlage gerecht zu werden, erklärte der Leiter der Gebäudeverwaltung.

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