Stadt ordnet Zwischenreinigung in Schulen an

Schulöffnung in Corona-Zeiten: Schüler im MK müssen unter Aufsicht Flächen desinfzieren

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„Wir versuchen, diese Regelung pragmatisch umzusetzen. Denn wir kommen nicht umhin, die Räume zu wechseln“, sagt Dieter Utsch, Schulleiter des Bergstadt-Gymnasiums.

Lüdenscheid - Pünktlich zum Schulstart informiert das Bergstadt-Gymnasium die Eltern und Schüler, auf welche Maßnahmen und Regeln sich die Schüler mit dem Beginn des neuen Schuljahres in dieser Woche einstellen müssen. Neben festen Sitzordnungen und deren Dokumentation müssen die Schüler allerdings auch selbst tätig werden, wenn es um Raumwechsel geht.

„Beim Wechsel von Lerngruppen in einem Raum sind die Kontaktflächen von den Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht und Anleitung der Lehrkräfte zu reinigen“, heißt es in dem Schreiben. Hintergrund dieser Regelung ist, dass die Stadt für die Schulen Zwischenreinigungen der Kontaktflächen anordnet, wie Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt, erklärt.

In den Maßnahmen des Schulministeriums heiße es zwar bezüglich der Hinweise und Verhaltensregeln, dass ein Mal am Tag eine Reinigung der Kontaktflächen stattfinden müsse und eine Zwischenreinigung nur, wenn die Flächen stark verschmutzt seien, die Stadtverwaltung sieht das jedoch anders. „Wir und einige Schulen halten diese Reinigung für sinnvoll, wenn ein Gruppenwechsel in den Räumen stattfindet“, sagt Marit Schulte. Die Umsetzung sei allerdings Sache der Schulen. Desinfektionsmittel werde ihnen dazu zur Verfügung gestellt.

„Wir versuchen, diese Regelung pragmatisch umzusetzen. Denn wir kommen nicht umhin, die Räume zu wechseln“, sagt Dieter Utsch, Schulleiter des Bergstadt-Gymnasiums. Man habe versucht, den Raumplan zu optimieren und die Räume im Anschluss nicht mit fremden Lerngruppen zu belegen, „aber wir haben nicht so viele Räume“, sagt Utsch. Und Wechsel kämen beim Kurssystem nun einmal oft vor. Das betreffe vor allem die Oberstufe, aber auch die Sprachkurse in der Mittelstufe. Und auch bei Unterricht in den Fachräumen wie Musik, Biologie, Chemie oder Physik stehen Raumwechsel an.

Mit einer Reinigungsfirma sei die Zwischenreinigung nicht zu realisieren. Das sei einfach nicht leistbar in den Pausen bei Regelbetrieb. Als sich vor den Ferien nur drei Klassen an einem Tag in der Schule befanden und sechs Klassenräume genutzt wurden, war das anders. Das die Schüler vor Verlassen des Raumes, ihren Tisch desinfizieren, sei nun erst einmal eine Überlegung für den Schulstart. „Wir werden in den nächsten Wochen und Tagen Erfahrungen sammeln“, sagt Dieter Utsch.

Das Bergstadt-Gymnasium wird allerdings nicht die einzige Schule sein, in dem die Schüler die Tische reinigen oder desinfizieren müssen. „Im Einzelfall kann das mal so sein, dass die Schüler das übernehmen. Wir werden es nicht anders machen können“, sagt Frank Bisterfeld, Schulleiter der Adolf-Reichwein-Gesamtschule. „Wir fahren ein hohes Sicherheitspaket. Eigentlich ist eine Gesamtschule auf Durchmischung angelegt, aber wir werden den gesamten Unterricht soweit es geht erst einmal im Klassenverband durchführen“, erklärt er.

Auch hier komme vor allem in der Oberstufe ein Raumwechsel vor, weshalb die Schulleitung nun versuche, auch diesen Schülern bestimmte Räume zuzuweisen. Und auch auf Unterricht in den Fachräumen soll möglichst verzichtet und dieser stattdessen in den Klassenräumen durchgeführt werden. Optimal fände er es natürlich, wenn immer jemand von einer Reinigungsfirma an der Schule sei, aber das sei eben nicht möglich.

Am Zeppelin-Gymnasium läuft es etwas anders. Hier übernehmen nicht die Schüler, sondern die Lehrer die Zwischenreinigung, wie René Jaques, stellvertretender Schulleiter, erklärt. „Wir versuchen, über den Stundenplan den Wechsel von Lerngruppen möglichst zu vermeiden. Kommt es aber zu einem Wechsel, ist Desinfektionsmittel vorhanden und die Lehrer übernehmen die Desinfektion“, berichtet er, wie in der kommenden Woche gestartet werden soll.

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