Schulministerin am Scholl-Gymnasium

Lüdenscheid - Sie retten Vorführungen als Lichttechniker, sie bleiben diszipliniert, selbst wenn Requisiten versagen, sie singen, tanzen, organisieren Hand in Hand. Kurzum: Schüler, Eltern und Lehrer des Scholl-Gymnasiums präsentierten sich NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann als Einheit und damit von ihrer besten Seite.

Der hohe Besuch aus Düsseldorf hatte sich noch als Reaktion auf die Verleihung des Deutschen Schulpreises 2014 angesagt, bei dem die Lüdenscheider unter den Gewinnern waren. „Sie sagen, wo’s langgeht“, meinte Sylvia Löhrmann denn auch direkt zur Begrüßung, als Schulleiterin Antje Malycha die Gäste in die Aula bat. Dieser Satz wurde in den nächsten anderthalb Stunden zum Programm. Denn Antje Malycha nutzte die Gelegenheit, das Konzept der Schule, die besondere Chemie zwischen Eltern, Schülern und Lehrern, zu schildern und zu zeigen.

„Ohne externe Partner geht es nicht“, verteilte sie das Lob für den bundesweiten Spitzenplatz auf mehrere Schultern. Und das seien vor allem die Eltern, die fast immer bereit seien zu helfen. Jedem Kind Wege zu eröffnen, Verantwortung zu übernehmen, auch das ist ein Kerngedanke des ausgeklügelten Konzepts individueller Förderung.

Ministerin Löhrmann besucht Geschwister-Scholl-Gymnasium

Sylvia Löhrmann sammelt beim Besuch ausgezeichneter und nominierter Schulen im Lande Ideen. Das Netzwerk Schulen der Zukunft speise sich aus solchen Erfolgsgeschichten: „Danke, dass Sie Ihr Know-how teilen.“ In der Gesprächsrunde gab’s Erkenntnisse aus erster Hand. Ob man es spüre, etwas Besonderes zu sein, wollte sie beispielsweise wissen. Doch Schülersprecher Jan-Phillip Graf fand diese Klassifizierung abschreckend: Man fühle sich eher motiviert, fand er.

Eine Lehrerin schrieb der Bewerbung an sich einen Augenöffner-Effekt zu: „Wir haben plötzlich miteinander gesprochen. Vielfalt wurde konkret.“ Von den Eltern gab es großes Lob für Antje Malycha, die als verbindendes Element fungiere: „Sie ist eine ganz besondere Schulleiterin: Sie kennt jeden Schüler mit Namen.“ Und die Schüler bestätigten, dass nach dem Unterricht noch lange nicht Schluss sei, auf Pflicht Kür folge: „Dann bleiben wir gerne noch hier.“ Warum sie sich überhaupt beworben hätten, wollte Ministerin Löhrmann noch wissen.

„Wir brauchten das Geld“, lachte Antje Malycha. Schulhofumgestaltung und anderes für die inklusive Herausforderung – das sei nicht mal eben zu stemmen. Und wenn die Kommune nicht einspringen könne, müsse man sich auf eigene Stärken besinnen. - sum

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