Alles geordnet abgelaufen

MK-Schüler zurück in der Schulen: Viel Aufwand beim Lollitest

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Janina Fenster, Lehrerin an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule, führt am Montagmorgen mit einer fünften Klasse die Selbsttests durch. „Das ist alles ganz ruhig und unproblematisch vonstatten gegangen“, weiß Frank Bisterfeld. Das Erfreuliche: Es gab keinen Verdachtsfall.

Geordnete Kleingruppen statt buntes Durcheinander, Einzeltische mit Abstand statt Partnerarbeit und gleich zu Beginn ein Corona-Selbsttest: Erstmals seit Mitte März, als es eine kurze Unterbrechung des Distanzunterrichts gab, dürfen die Lüdenscheider Schüler an ihre Schulen zurückkehren – zunächst im Wechselunterricht mit geteilten Klassen und besonderen Regeln. Die sinkenden Inzidenzzahlen machen es möglich.

Lüdenscheid – Doch bevor Bettina Göldner, Schulleiterin an der Grundschule Wehberg, und ihr Team ihre Schützlinge wieder persönlich in der Klasse begrüßen durften, war das verlängerte Wochenende geprägt von intensiver Vorbereitung. „Es ist im Moment schon eine enorme Belastung, wie ich sie persönlich noch nicht erlebt habe“, schildert Göldner und verweist auf die sich ständig ändernden Umstände. „Dadurch, dass immer etwas Neues passiert, hat man kaum Zeit, etwas zu planen oder zu organisieren.“ Jüngstes Beispiel: die Lollitests.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl 72.313 (Stand: 31.12.2019)

MK-Schüler zurück in der Schulen: Alles gut durchorganisiert

Wie berichtet, ersetzen diese kindgerechten Tests, bei denen die Mädchen und Jungen auf einem Tupfer „lutschen“, den klassischen Selbsttest mit Nasenabstrich. Bereits in der vergangenen Woche waren die Tests an die Schulen ausgeliefert worden, kurze Online-Einführung inklusive. Doch die Tücken steckten in der Technik: „Am Freitag hat die App und somit das Einscannen nicht so funktioniert, wie es sollte, deshalb haben wir heute Morgen schon früh angefangen und alles vorbereitet“, sagt Göldner am Montagmorgen.

Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sonja Marold gab sie zunächst die zuvor registrierten Tüten mit den Tests an die Klassenlehrer aus, um sie später wieder entgegenzunehmen. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt muss alles erledigt sein, schließlich ist ein Fahrer im Stadtgebiet unterwegs, um die Tests einzusammeln und ins Labor nach Leverkusen zu bringen.

„Die Ergebnisse gibt es dann im Laufe des Abends oder am frühen Morgen“, weiß Göldner. „Sollte jedoch ein Verdachtsfall auftreten, müssen wir natürlich schnell handeln.“ Denn die Tests sind nicht personalisiert, vielmehr ist die jeweilige Klassengruppe registriert. Tritt in dieser ein Verdachtsfall auf, werden die Eltern der betroffenen Gruppe informiert und müssen zu Hause erneut einen Test machen. „Den bekommen sie von uns mit – und machen ihn im besten Fall auch erst dann, wenn wir anrufen“, verweist Göldner darauf, dass nicht immer alle Informationen richtig ankommen oder verstanden werden. „Ist das positive Kind gefunden, darf der Rest der Gruppe dann auch wieder in die Schule.“

MK-Schüler zurück in der Schulen: Unkomplizierter Umgang mit Corona-Tests

So intensiv die Tests auch in der Vorbereitung sind, so unkompliziert gingen am Montagmorgen die Kinder damit um. „Das war gar nicht schlimm und ging ganz schnell“, erzählt ein Junge und widmet sich sogleich wieder seinen Aufgaben.

Unkompliziert verläuft der Start auch an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule: „Das ist heute Morgen alles super gelaufen“, macht Schulleiter Frank Bisterfeld auf Anfrage deutlich. Um Punkt 8 Uhr ließen er und sein Team die Schüler in die Einrichtung – an sechs Eingängen und ohne Begegnungsverkehr. Nach dem Desinfizieren der Hände ging es zum Infrarot-Gerät zum Messen der Körpertemperatur. „Und in den Klassen selbst wurde dann getestet.

Das hatten wir gut vorbereitet und ist auch ganz ruhig und unproblematisch vonstatten gegangen“, spricht Bisterfeld Lehrern und Schülern gleichermaßen ein Lob aus. Auch die Abstands- und Hygieneregeln hätten diese bereits verinnerlicht. Das Erfreuliche am Montag: „Mir wurde kein Verdachtsfall zurückgemeldet.“

Bisterfeld und sein Team möchten nun für so viel Normalität wie möglich sorgen, inklusive Ganztag und Differenzierungsunterricht – ohne dabei mögliche Ängste der Schüler aus den Augen zu verlieren. „Ich freue mich sehr, dass die Inzidenzen sinken und endlich wieder Leben an die Schule zurückkehrt. Und vielleicht gibt es ja bald auch wieder normalen Präsenzunterricht.“

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