Schule verfällt, Grundstückverkauf stockt - Vereine in Sorge um Turnhallenzeiten

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Auf dem Gelände der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg könnte auf mehr als 3500 Quadratmetern neuer Wohnraum und betreutes Wohnen für Demenzkranke entstehen.

Das erklärte die Verwaltung nach einer Anfrage von Daniel Kahler (CDU) in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Kahler hatte bereits im Dezember erfragt, welche Pläne die Stadt für eine Folgenutzung des Gebäudes verfolge und wie der Erhalt der Turnhalle sichergestellt werden könne. 

„Das Schulgebäude verkommt augenscheinlich“, schrieb er, und die Teilnehmer des „Treffens der Rahmeder Vereine“ hätten Sorgen zur Entwicklung und Zukunft des Geländes und der Turnhalle als wichtige Veranstaltungsstätte geäußert. 

Verhandlungen stocken

Bereits 2018 wurde beschlossen, dass das Grundstück mangels eigener Nutzungsmöglichkeiten und im Sinne des HSK (Haushaltssicherungskonzepts) verkauft werden soll. Noch ist das laut Stadtverwaltung aber nicht geschehen: Die Verhandlungen mit der Investorengemeinschaft seien noch nicht abgeschlossen, ein Ergebnis liege noch nicht vor, heißt es in dem Antwortschreiben. 

Eine Nachfolgenutzung sei jedoch dringend erforderlich – zur Stärkung des Stadtteils und wegen des immer schlechter werdenden Zustands des Gebäudes. 

Weiterbetrieb der Turnhalle unklar

Die Möglichkeiten seien wegen der Konzeption von Gebäude und Gelände als bisherige Schulnutzung allerdings begrenzt: „Das von den möglichen Investoren vorgeschlagene Nutzungskonzept mit gefördertem Wohnraum und betreutem Wohnen wäre daher eine gute Folgenutzung mit positiven Effekten für den gesamten Stadtteil. Falls die Verhandlungen mit den Investoren scheitern, ist ein Nachnutzungskonzept mit dem Schwerpunkt Wohnen, ggf. unter Erhalt der Turnhalle, anzustreben.“ 

Ob der Weiterbetrieb der Turnhalle möglich ist, müsse nach Ausgang der Verkaufsverhandlungen überprüft werden. In Abstimmung mit den Vereinen wäre es laut Verwaltung möglich, die Gruppen in andere, ortsnahe Turnhallen zu verlagern.

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