Zum vierten Mal arbeiten Klinikum und Schüler der Bio-Leistungskurse von den Staberger Gymnasien zusammen / Darmkrebs-Prophylaxe wichtig

„Schule trifft Chirurgie“ für Felix-Burda-Award nominiert

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Michael Haferberger, Prof. Dr. Christopher Kelm und Prof. Dr. Gerhard Heil (v.l.) begleiten das Projekt „Schule trifft Chirurgie“ im Biologie-Leistungskurs der Staberger Gymnasien.

Von Martin Messy

Lüdenscheid - Es ist schon die vierte Veranstaltung dieser Art, aber sie bleibt aktuell und notwendig wie beim ersten Mal: „Schule trifft Chirurgie“ heißt das gemeinsame Projekt des Märkischen Darmzentrums im Klinikum und den Schülern des Leistungskurses Biologie der beiden Staberger Gymnasien. Gestern fiel der Startschuss mit einem Referat von Prof. Dr. Gerhard Heil, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie, in dem es um die Entstehung und Behandlung von Tumoren ging. In weiteren Bio-Stunden stehen die genetischen und molekularen Grundlagen und Ursachen für die Entstehung von Krebs im Fokus.

In der zweiten Projektwoche besuchen die 27 Schüler des Geschwister-Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums, darunter sind auch drei aus den Grundkursen, die Abteilung Visceralchirurgie und begleiten die betreuenden Ärzte auf den Stationen.

„Einerseits ist so eine sehr gute Vorbereitung auf das Abitur möglich. Andererseits wird das Interesse der Schüler für die medzinischen Möglichkeiten vor Ort geweckt“, sagt Michael Haferberger, der den Biologie-Leistungskurs leitet und das Projekt gemeinsam mit den Professoren koordiniert. Dazu gehört zum Abschluss auch eine Informationsveranstaltung, diesmal am 16. März von 10 bis 12 Uhr im Seminarzentrum Hellersen (Haus 7). Dort übernehmen auch die Schüler Kurzvorträge. Die Ärzte klären über Darmkrebs auf – von der Prävention über Diagnose bis zu Behandlungsmöglichkeiten.

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Eltern und Angehörige der Schüler, aber auch alle Interessierten zu erreichen und ihnen die Notwendigkeit der Prävention zu verdeutlichen“, sagt Michael Haferberger. „Mit einer guten Prophylaxe kann man Darmkrebs verhindern.“ Sparkasse und AOK unterstützten das Projekt, auf das zudem mit 1200 Flyern, die am Scholl und Zepp verteilt wurden, hingewiesen wird. „Wir hoffen auf eine große Resonanz.“

Der Gründer des Projekts, Prof. Dr. Christopher Kelm, hat das Projekt der Felix Burda-Stiftung vorgeschlagen. Sie verleiht seit 2003 im Darmkrebsmonat März einen Award – eine Auszeichnung – für besondere Projekte. „Wir sind unter fünf Nominierten“, freuen sich alle Beteiligten. Die Entscheidung fällt am 14. April in Berlin.

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