Schule Schöneck muss im Sommer 2015 schließen

LÜDENSCHEID ▪ Die Schule Schöneck wird zum 31. Juli 2015 aufgegeben, ihr Verbund mit der Grundschule Brügge somit dann aufgelöst. Die nächsten i-Dötzchen werden 2013 schon nicht mehr in Schöneck eingeschult, sondern in Brügge.

Nach dem Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2014/15 muss die Verwaltung die Schulpolitiker über den stadtweiten Sachstand informieren. Dann soll sich herausstellen, ob ein weiterer Schulstandort aufzugeben ist.

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Bei 15 Gegenstimmen überwiegend aus der CDU beschloss die Ratsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen damit am Montag erwartungsgemäß das Auslaufen der Schöneck-Schule. Die CDU hatte gefordert, auch aus Kostengründen Brügge statt Schöneck zu schließen – und zudem ein Grundschul-Sicherungskonzept beantragt, das aber ebenfalls abgelehnt wurde.

Wie berichtet, sollte die Verwaltung demnach alle Standorte bis 31. August prüfen – mit dem Ziel des Erhalts. Bürgermeister Dieter Dzewas erklärte indes, diese Prüfung sei im Beschluss enthalten.

Bis August sei solch eine Untersuchung der Grundschullandschaft nur „als Schnellschuss“ leistbar, hielt SPD-Vizefraktionschef Jens Voß der Union vor. Für Brügge spreche das Votum der Lehrer, mehr Platz auch für die Inklusion – und damit letztlich das Wohl der Kinder. Dass sich eine Fraktion gegen Mehrkosten für Kinder ausspreche, „das erlebe ich hier zum ersten Mal“, sagte Voß.

Dagegen verwahrte sich Fröhling: Man diskutiere hier immerhin eine Maßnahme der Haushaltssicherung. Am wichtigsten seien der Union aber stets die Eltern-Mehrheit pro Schöneck und der mittelfristig unsichere Bestand der Schule Brügge gewesen.

„Eine mittelfristige Gefährdung des Standortes Brügge sehen wir so nicht“, konterte Voß. Zumal es Schuleinzugsbezirke zur Steuerung gebe.

Fröhling erneuerte indes den Vorwurf, dass seinem Eindruck nach die Ampelmehrheit der Verwaltung Vorgaben mache – oder das Rathaus der Ratsmehrheit nach dem Mund schreibe.

Die Elterninitiative „Wir sind Schöneck“ hatte zuletzt vergeblich noch einmal in einem Schreiben an alle Ratspolitiker versucht, die Vorentscheidung aus dem Schulausschuss zu kippen.

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