Schulaufgaben für die Ferien

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Fensterbauer aus Schmallenberg nehmen den Austausch derzeit vor. Die neuen Rundbögen lassen sich kippen.

Lüdenscheid - Schulferien sind keine ruhige Zeit für Schulen. Gerne nutzt die Stadt diese Wochen des Jahres, um längst fällige Reparaturen durchzuführen.

Wenn also die Westschüler Anfang September wieder in ihre Klassen zurückkehren, stehen sie zumindest in sechs Räumen vor neuen Fenstern.

2014 und 2015 werden in einem zweiten und dritten Bauabschnitt weitere hohe Rundbogenfenster mit Kippfunktion eingesetzt – dann in jeweils drei Klassenräumen. 75 000 Euro stehen in diesem Jahr im Etat, jeweils 37 500 sind es im nächsten und im darauffolgenden Jahr. „Täglich wird ein Raum fertig“, freut sich derweil Gudrun Abendroth, bei der Zentralen Gebäudewirtschaft zuständig für den Kunden- und Objektservice. Erfreulich findet sie zudem, dass die für dieses Jahr veranschlagte Summe wohl nicht komplett ausgeschöpft werde. Der Austausch der pro Klasse vier alten Holzfenster mit Einfachverglasung war dringend erforderlich. Die maroden Fenster waren im Schulalltag immer wieder ein Ärgernis. Dass der Teil-Austausch schon Heizkosten drosselt, sieht Gudrun Abendroth eher skeptisch: „Aber in den Klassen wird man’s sicher merken“.

Merken, dass sich etwas verändert hat, werden auch die Grundschüler am Wehberg. Dort haben sich die Handwerker im städtischen Auftrag die Treppenhausfassade zur Straße hin vorgenommen. Hier war die Erneuerung der Glaselemente erforderlich – die alte Drahtverglasung sei längst nicht mehr zugelassen, weiß Gudrun Abendroth. Wegen undichter Fugen sei die Kinderkleidung an den Scheibengarderoben bei Regen regelmäßig nass geworden. Auch hier sei das Angebot günstiger gewesen als erwartet, weshalb man statt vier nur zwei Bauabschnitte brauche. Das erste Treppenhaus, das dieses Jahr fertigwerden soll, sei mit 42 000 Euro veranschlagt, das für 2014 vorgesehene zweite mit 45 000. Hier sei die Zuwegung schwieriger. Zugleich bereiten die Arbeiten Brandschutzmaßnahmen vor. Weil Garderoben in Treppenhäusern nicht mehr zulässig sind, werden neue auf den großen Treppenpodesten künftig mit einer Wand abgetrennt – eine Schulaufgabe für die Herbstferien.

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